German-Open 2018

German Open 2018 in Hamburg

Zum zehnten Mal in Folge organisierten die „Sportfreunde Hamburg“ die German Open, die wieder in der Sporthalle Hamburg ausgetragen wurde. Auch in diesem Jahr hat sich das Orga-Team rund um ihren Sprecher Michel Mialki einiges einfallen lassen, um mit den finanziellen Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen, ein europäisches Mega-Events auf die Beine zu stellen.

Wettkämpfer aus 47 Nationen am Start

Dass sich die German Open in Hamburg in den letzten Jahren auf der ganzen Welt einen guten Ruf erarbeitet hat, zeigte sich auch bei den Anmeldungen der Teilnehmer deutlich. Normalerweise wird die German Open immer im Februar ausgetragen. In diesem Jahr musste die DTU den Termin – leider – in den April verlegen. Obwohl am gleichen Wochenende auch noch die Welt-Qualifikation für die Olympischen Jugendspiele stattfand und drei Tage später die Jugend-Weltmeisterschaft eröffnet wurde, gingen in Hamburg insgesamt 755 Teilnehmer aus 62 Nationen an den Start – noch internationaler geht wirklich nicht!

Lobende Worte von Tom Stammer

Vom Weltverband wurde Tom Stammer vom Development Committee nach Hamburg geschickt. Seine Aufgabe war es, während der German Open darauf zu achten, dass die Regeln des World Taekwondo genau eingehalten wurden. Aus der Sicht von Tom Stammer liefen die German Open korrekt und problemlos ab. Nach dem Turnier bedankte er sich schriftlich mit den Worten: „Ich möchte Danke für das Wochenende sagen. Eine tolle Veranstaltung, gut organisiert und ein großer Erfolg.“   

DTU-Präsidium vor Ort

Mit DTU-Präsident Stefan Klawiter sowie den Vizepräsidenten Musa Cicek, Gerd Kohlhofer, Manuel Kolb, Randolf Baldauf, Steve Brauner als Vorsitzender für die Jugend und Generalsekretär Andreas Rahn war in Hamburg das Präsidium der DTU vollständig vertreten. Während der zwei Wettkampftage wurden von ihnen die Gelegenheit genutzt, um anstehende Projekte zu besprechen und offene Fragen zu klären.

Internationale Kampfrichter aus zwanzig Nationen

Die Wettkampfleitung lag in den Händen von Kampfrichterreferent Abdullah Ünlübay, der auch noch die Aufgabe des Turniermanagers übernehmen musste. Von ihm wurden insgesamt 62 internationale Kampfrichter aus zwanzig Nationen von den Kontinenten Europa, Asien und Pan-Amerika zu den German Open eingeladen. Für jede Kampffläche waren ständig fünf bis sechs Kampfrichter zugeteilt. Nach dem Turnier zeigte sich Abdullah Ünlübay von den Leistungen der Kampfrichter begeistert. „Die Zusammenarbeit unter den Kampfrichtern klappte hervorragend. Alle haben sich voll eingesetzt und mir dadurch die Arbeit erleichtert.“

Elektronische Kopfschützer mit Visier

Die Wettkämpfe wurden mit dem elektronischen Kampfwesten- und Kopfschutzsystem der Firma Daedo ausgetragen. Bei den Kadetten war Kopfschutz mit Visier vorgeschrieben. „Um möglichst gleiche Bedingungen zu gewährleisten, habe ich mich dafür eingesetzt, dass auch bei den Kadetten elektronische Kopfschützer ausgegeben wurden“, erklärte Abdullah Ünlübay.

Gut besuchte Pressekonferenz

Am Freitagnachmittag wurde vom Orga-Team eine Pressekonferenz angesetzt, die für Taekwondoverhältnisse gut besucht war. Die Leitung der Konferenz übernahm Michel Mialki. Die Fragen der Journalisten wurden von Bundestrainerin Jeon-Ji Kim, Bundestrainer Georg Streif, den Wettkämpfern Alexander Bachmann und Tahir Gülec und von der Wettkämpferin Jasmin Richter beantwortet. Erfreulich war, dass in diesem Jahr auch ein Pressevertreter der Deutschen Presseagentur (dpa) anwesend war.

Livestream mit prominenten Kommentatoren

Auch in diesem Jahr wurden an beiden Wettkampftagen die interessantesten Kämpfe mit leistungsstarken Kameras aufgenommen. Um die Aufnahme der Wettkämpfe kümmerte sich Stefan Oldenburger mit seinem Team. Die Kämpfe wurden in der Sporthalle live von Michel Mialki, Bundestrainer Georg Streif und Daniel Manz, zweifacher Militärweltmeister und Fünftplatzierte der Olympischen Spiele 2008, kommentiert und konnten per Livestream kostenlos abgerufen werden.

Neben den Kämpfen wurden die Zuschauer aber auch noch mit unzähligen Interviews über viele Fakten und Hintergründe informiert. Die Interviews mit den Wettkämpfern und vielen Prominenten führte Martin Roschwitz, ein bekannter Fernseh- und Radiomoderator des Norddeutschen Rundfunks.

Besuch vom Bundesinnenministerium

Am ersten Wettkampftag kam Carola Splitt vom Berliner Bundesinnenministerium in die Hamburger Sporthalle, um sich ein eigenes Bild darüber zu machen, welche Anforderungen und Leistungen bei einem internationalen Taekwondoturnier sowohl von den Sportlern als auch von den Trainern und Funktionären erbracht werden müssen. Das Interesse ist verständlich, denn Frau Splitt ist unter anderem für die Zuteilung der Fördergelder für olympische Sportarten verantwortlich.

Brigadegeneral in Hamburg

Auch Brigadegeneral Markus Kurczyk, Chef der Streitkräftebasis in Bonn, wollte sich zusammen mit Ulla Ortlepp-Matthes, der Pressesprecherin vom Landeskommando Hamburg, und Andreas Hahn, Referent für den Spitzensport bei der Bundeswehr, vor Ort ein eigenes Bild vom Taekwondo-Wettkampfsport machen. Dabei handelte es sich nicht um einen obligatorischen Anstandsbesuch, denn die Führungsriege der Bundeswehr blieb bis zum Ende der Veranstaltung in der Sporthalle.

Pech für Anna-Lena Frömming

Bei den Damen bis 57 kg hatte Anna-Lena Frömming (TKD Özer Nürnberg) gleich im ersten Kampf das Pech auf ihrer Seite. Sie konnte sich zwar gegen Tekiath ben Yessouf aus Niger mit 15 zu 9 Punkten durchsetzen, brach sich aber zum Schluss des Kampfes den Finger und konnte wegen dieser Verletzung nicht mehr weiterkämpfen.

Gold für Cem Ünlüsoy

Im Halbfinale der Herren über 87 kg kam zwischen Alberto Celestrin (TC Ingelheim) und Cem Ünlüsoy (Songokus Taekwondo) zum „deutschen Duell“, das Cem Ünlüsoy mit 19 zu 5 für sich entscheiden konnte. Im Finale gewann der Sportsoldat dann auch noch knapp mit 16 zu 14 Punkten gegen Kasachstan und gewann die Goldmedaille.

Madeline Folgmann setzt sich durch

In diesem Jahr kam Madeline Folgmann (TC Ingelheim) bei G-Turnieren sechs Mal in die Medaillenränge. Bei den German Open kam sie bei den Damen in der 53-kg-Klasse absolut souverän ins Halbfinale und bezwang dort die Österreicherin Christina Schönegger mit 10 zu 6 Punkten. Im Finale konnte sie sich dann auch noch gegen Po-Ya Su aus Chinese Taipei mit 8 zu 7 durchsetzen und gewann ihre sechste Goldmedaille bei einem G-Turnier.

Julia Ronken (TSC Gladbeck) gewann die Bronzemedaille.    

Sieg für Lorena Brandl

Für Lorena Brandl (Tiger and Dragon Altmannstein) lief in Hamburg bei den Damen über 73 kg alles nach Maß. Die Sportsoldatin kam problemlos ins Halbfinale und bezwang dort Natalie Lauridsen aus Dänemark relativ deutlich mit 18 zu 6 Punkten. Im Finale gegen Ana Bajic, die zweifache Europameisterin aus Serbien, wurde es dann knapper, am Ende konnte sich aber Lorena Brandl mit 5 zu 4 Punkten durchsetzen und holte sich Gold.

Viel Lob für Organisation der German Open

Für DTU-Präsident Stefan Klawiter war die German Open 2018 ein überaus erfolgreiches Turnier. „Ich habe von vielen Seiten sehr viel Lob für die Organisation und vor allem auch für die Gastfreundschaft in Hamburg erhalten. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken, die bei diesen German Open an den verschiedensten Positionen mitgewirkt haben.“

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