Bundes-Danprüfung in Krumbach

Bundes-Danprüfung in Krumbach

Mit insgesamt 33 angetretenen Prüflingen war die Bundes-Danprüfung, die im bayerischen Krumbach durchgeführt wurde, etwas ganz Besonderes. Noch nie gingen bei einer bundesweiten Danprüfung so viele Prüflinge an den Start. Der Grund für den rasanten Anstieg an Teilnehmern liegt vor allem am geänderten Regelwerk. Bis letztes Jahr wurden die Danprüfungen zum 4. Dan in den Landesverbänden geprüft. Seit diesem Jahr wurde die Zuständigkeit auf die DTU übertragen. Kein Wunder also, dass sich in Krumbach gleich 16 Prüflinge zum 4. Dan prüfen ließen.

Zum ersten Mal bei einer Bundes-Danprüfung standen mit Reinhold Gruber und Karl-Heinz Oventrop zwei Aspiranten auf der Fläche, die sich der Prüfung zum 9. Dan stellten. Beide bestanden ihre Prüfung mit Bravour.

Die Möglichkeit, in Deutschland die Prüfung zum 9. Dan ablegen zu können, wurde auf der DTU-Ebene erst 2012 eingeführt. Diese Möglichkeit wurde vom damaligen DTU-Präsident Heinz Gruber und von Heinrich Magosch wahrgenommen. Heinz Gruber legte 2012 im thüringischen Kraftsdorf seine Prüfung zum 9. Dan ab und Heinrich Magosch im letzten Jahr bei der Bundes-Danprüfung in Dillingen. Auch der Hamburger Kenan Parlak bestamd seine Prüfung zum 9. Dan in der Sporthalle ab, allerdings in Südkorea.

Übrigens, eine Prüfung zum 10. Dan gibt es nicht. Dieser Dangrad wird vom Weltverband verliehen, und zwar an hochgestellte Persönlichkeiten. Im letzten Jahr wurde der 10. Dangrad von Weltpräsident Chung-Won Choue während einer Audienz in Rom an Papst Franziskus verliehen. Vier Jahre vorher bekam auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Urkunde zum 10. Dan.    

In Krumbach wurden die Prüflinge und alle Anwesenden von Wilfried Pixner, dem Bundesprüfungsreferent, begrüßt. In seiner Rede bedankte er sich auch beim Ausrichter, der SG Krumbach, für seine Gastfreundschaft. Vom DTU-Vorstand begrüßte er den Bundesbreitensportreferent Hermann Betz und später auch noch Vizepräsident Gerd Kohlhofer.

Die Danprüfung wurde in der Sporthalle zeitgleich auf zwei ausgelegten Kampfflächen durchgeführt. Das erste Prüfungsgremium war mit Heinz Gruber (9. Dan und Vorsitz), Heinrich Magosch (9. Dan) und Kai Müller (8. Dan) besetzt. Im zweiten Prüfungsgremium hatte Bundeslehrwart Christian Senft (7. Dan) den Vorsitz. Er wurde unterstützt von Klaus Ermler (7. Dan) und Ralf Uhlich (6. Dan).

Unter den vier Prüflingen zum 7. Dan befand sich neben Sandi Bilas, Erwin Buchner-Scherr und Thomas Lettner auch Andrea Gruber, die Poomsae-Weltmeisterin von 2012. Auch sie wurde bei der Übergabe der Danurkunde für ihre hervorragenden Leistungen ausdrücklich erwähnt.

Stev Brauner, Bundesvorsitzender der Jugend, und Sebastian Winter, einer der wenigen internationalen Kampfrichter aus Deutschland, gehörten zu den sieben Prüflingen, die sich für den 5. Dangrad angemeldet hatten. Die beiden Thüringer absolvierten gemeinsam alle Partnerübungen. Mit Erfolg, denn beide erreichten problemlos ihr Ziel und bekamen am Ende die Danurkunde überreicht.

Vier Prüflingsteilnehmer konnten mit ihren Leistungen die Prüfungsgremien nicht überzeugen und bekamen deshalb nicht die angestrebte Urkunde überreicht.   

Nach der Danprüfung wurden alle Prüflinge und ihre Helfer vom ausrichtenden Verein zu einem Gläschen Sekt eingeladen. Für Bundesprüfungsreferent Wilfried Pixner war das ein toller Abschluss für eine harmonische Prüfung.

Die nächste Bundes-Danprüfung wird am 15. Dezember 2018 in Bad Homburg ausgetragen.

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