Starker deutscher Auftritt bei den World Masters Games in Taiwan



Vom 17. bis 30. Mai 2025 wurde Taiwans Hauptstadt Taipeh zum Zentrum der internationalen Sportwelt: Über 25.000 Athletinnen und Athleten aus 108 Nationen nahmen in 35 Sportarten an den bislang größten World Masters Games teil – einem Multisportevent für Sportlerinnen und Sportler ab 30 Jahren. Sowohl Kyorugi (Zweikampf) als auch Poomsae (Formenlauf) wurden in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen ausgetragen, was einen fairen und generationenübergreifenden Wettbewerb ermöglichte.

Mit großem Engagement, Teamgeist und Leidenschaft trat das deutsche Taekwondo-Team in der Kyorugi-Kategorie beim internationalen Großevent an. Die Sportler Kay Dröge (TVBB), Markus Hens (NWTU), Bashir Adam (BTU), Daniel Heine (NTU), Sergei Kovalenko (HTU), André Möller (NTU) und Nader Jahangard (TUH) wurden dabei betreut und begleitet von Ai Quynh Vo (TVBB), Sven Fröscher (TVBB), Faouzi Zaimi (HTU) und Ismael Qaswal (HTU). Trotz der weiten Anreise und der klimatischen Umstellung zeigten sie vollen Einsatz – und machten das Event zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Toller Auftakttag für das deutsche Team in Taiwan

Am 28.05.2025 traten Kay, Markus, Daniel, Bashir und Sergei in der Competitive-Klasse an – der Kategorie für Sportler mit nationaler oder internationaler Wettkampferfahrung.

Daniel Heine eröffnete den Wettkampf in der Klasse U35 -68 kg. Nach einem starken Auftaktsieg gegen Taiwan, bei dem er unter anderem mit zwei beeindruckenden Pandae Dollyeochagis glänzte, erreichte er das Halbfinale. Dort unterlag er knapp einem weiteren starken Gegner aus Taiwan und sicherte sich verdient die Bronzemedaille.

Bashir Adam startete in der Klasse U40 +80 kg. Nach einem Freilos im Viertelfinale gewann er sein Halbfinale gegen einen taiwanesischen Gegner, der den Kampf verletzungsbedingt aufgeben musste. Im Finale traf Bashir auf Sayed Massoud Karimi aus Afghanistan. Nach einem spannenden Duell musste er sich knapp geschlagen geben und gewann die Silbermedaille. 

Kay Dröge trat in der Klasse U45 -80 kg an. Ihm wurden drei Kämpfe zu gelost. Alle drei Gegner hatten internationale Turniererfahrung und konnten schon einige große Titel, wie Masters Europameister, Goldmedaillen bei den US- und Spanish Open u.a. vorweisen. Die Auftaktrunde gegen Hongkong gewann Kay souverän mit Point Gap. Die zweite Runde wurde deutlich knapper. Diese konnte Kay mit 8:7 in letzter Sekunde für sich entscheiden und zog ins Halbfinale ein. Hier wartet Brasilien. Die erste Runde startet mit einem Punkterückstand von 2:7 für Kay, den er durch taktisch gutes Kämpfen und vielen Kicks zur Weste schnell wieder zum 12:9 aufholen konnte. Die zwei Siegrunden gegen Brasilien machten den Einzug ins Finale perfekt. Im Finale dominiert Kay klar gegen einen erfahrenen Kontrahenten aus Schweden.

Nach drei eindrucksvollen Siegen und einer Bilanz von 6:0 Runden sicherte sich Kay hochverdient die Goldmedaill

Sergei Kovalenko hatte nach einem Freilos nur einen Kampf – gegen Brasilien, das zuvor gegen Madagaskar gewonnen hatte. In einem ausgeglichenen Duell drehte Sergei wenige Sekunden vor Schluss einen Rückstand in eine knappe Führung und holte damit die zweite Goldmedaille für Deutschland.

Markus Hens schloss den ersten Wettkampftag in der Klasse U55 +80 kg ab. Nach einem harten Kampf unterlag er seinem Kontrahenten aus Spanien, der zuvor Großbritannien besiegt hatte, und errang die Silbermedaille.

Weitere Medaillen am zweiten Tag

Am zweiten Wettkampftag starteten André Möller und Nader Jahangard in der Recreational-Beginner-Kategorie.

André in der Klasse U45 -68 kg erhielt ein Freilos, musste sich anschließend jedoch trotz eines beherzten Auftritts einem starken Gegner aus Taiwan geschlagen geben und gewann Bronze.

Nader in der Klasse U45 -80 kg traf in allen drei Kämpfen auf Athleten aus Taipeh. Nach zwei souveränen Siegen zog er ins Finale ein. Bei einem Rundenstand von 1:1 wurde er in der dritten Runde nach einem illegalen Treffer disqualifiziert. Trotz berechtigter Hoffnung auf die Goldmedaille musste er sich mit Silber zufriedengeben.

Mit einer starken Medaillenausbeute von 2× Gold, 3× Silber und 2× Bronze hat das deutsche Team eine beeindruckende Leistung gezeigt – und tritt voller Stolz und unvergesslicher Eindrücke die Heimreise an.