Sechs Medaillen bei der Militär-Weltmeisterschaft in Warendorf



Vom 22.06. bis 29.06.2025 haben im nordrhein-westfälischen Warendorf die Militär-Weltmeisterschaften stattgefunden. Acht deutsche Athlet*innen waren vor Ort und haben um die Medaillen gekämpft!

Das nordrhein-westfälische Warendorf wurde vom 22.-29. Juni zum Schauplatz eines Novums im Kampfsport. Hier treffen sich Athletinnen aus drei Kampfsportarten  - Taekwondo, Judo und Ringen – zu den ersten CISM Mixed Martial Arts World Championships.

Unter Bundestrainer (Bundeswehr) Sergej Kolb schickte Deutschland acht Athlet*innen an den Start. Auch der Sportliche Leiter für den Bereich Zweikampf Aziz Acharki und der Vizepräsident der Deutschen Taekwondo Union Antonio Barbarino waren vor Ort, um die deutschen Athlet*innen zu unterstützen. Des Weiteren konnte das Event von Ai Quynh Vo profitieren, die als Referee Chair für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat.

Team Deutschland startet mit Bronzemedaille ins Turnier

Bereits am ersten Tag (24.06.) kann Khaled Abdel-Halim für Deutschland eine Bronzemedaille gewinnen. Zwar verliert der Sportler des TSV Dachau seinen ersten Kampf gegen Saudi-Arabien mit, kann sich aber am Nachmittag im Repechage die Bronzemedaille sichern.

Am zweiten Tag gehen Leonie Mayer, Imran Özkaya und Roja Rezaie für Deutschland an den Start. Imran eröffnet den Wettkampftag und gewinnt seinen ersten Kampf gegen Saudi-Arabien. Leider unterliegt er in seinem zweiten Kampf gegen den späteren Silbermedaillengewinner aus Korea mit 2:0 und kann sich leider auch den Kampf um die Bronzemedaille gegen Tunesien nicht für sich entscheiden.

Auch Leonie Mayer kann ihren ersten Kampf gegen Algerien gewinnen (2:0) und zieht somit direkt ins Finale ein. Im Finale trifft sie auf die starke Italienerin Al Halwani. Dort unterliegt sie leider mit 2:0, sichert sich allerdings somit die Silbermedaille.

Auch Roja Rezaie, die gerade erst aus einer Verletzung zurückkommt, gewinnt trotz ihres verlorenen Kampfes gegen Ungarn Bronze.

Den dritten Tag eröffnet Ahmad Mohammed. In seinem ersten Kampf gegen Tunesien unterliegt er leider mit 2:1 und kann sich auch im Kampf um Bronze gegen Hani Tebib aus Algerien nicht durchsetzen.

Anastasia Rovithis hingegen gewinnt ihren ersten Kampf gegen den Oman deutlich. Am Nachmittag trifft sie im Finale auf Linda Cecchi aus Italien. Auch diesen Kampf kann sie mit 2:1 für sich entscheiden und ist somit Militär-Weltmeisterin!

Auch Vanessa Körndl kämpft im Finale der Frauen bis 67kg. Dort trifft sie auf die Französin Bintou Diakité. In einem spannenden Finale, bei dem es lange sehr ausgeglichen war, setzt Vanessa sich in den letzten 15 Sekunden der letzten Runde stark durch und gewinnt die Goldmedaille. Sie verteidigt somit ihren Titel und ist erneut Militär-Weltmeisterin.

Am letzten Tag tritt Lorena Brandl als letzte Athletin des deutschen Teams an. Im Finale trifft sie auf die Polin Aleksandra Kowalczuk. Sie kann sich gegen ihre Gegnerin dominant durchsetzen und gewinnt die Goldmedaille in der Klasse +73kg. 

Deutsches Team mehrfach ausgezeichnet

Bundestrainer Sergej Kolb ist mit den Leistungen bei der WM sehr zufrieden: "Unser Team hat großartige Leistungen gezeigt und eindrucksvoll bewiesen, was mit Einsatz, Disziplin und Teamgeist möglich ist. Besonders stolz bin ich auf die Medaillenerfolge: Wir konnten insgesamt sechs Medaillen mit nach Hause nehmen – darunter drei Goldmedaillen, einmal Silber und zweimal Bronze. Das ist ein starkes Ergebnis, das den hohen Trainingsstand und die Entschlossenheit unserer Athleten widerspiegelt."

Das deutsche Team wird zudem mit weiteren Preisen ausgezeichnet: Sergej Kolb gewinnt den Pokal für "Best Coach Female", also bester Trainer von weiblichen Kämpferinnen. Die deutschen Frauen werden außerdem als bestes Frauen-Team des gesamten Turniers ausgezeichnet. Lorena Brandl gewinnt zudem die Auszeichnung für "Best Female Athlete". Auch die deutsche Kampfrichterin Anne-Kathrin Minx wird vom weltweiten Militärsport-Verband CISM für ihre herausragende Arbeit als beste Kampfrichterin des Turniers geehrt. 

Die Militär-WM war ein interessantes Großevent in der Kampfsportwelt: "Zum ersten Mal wurden drei verschiedene Kampfsportarten gleichzeitig in einem gemeinsamen Event durchgeführt – ein mutiger Schritt, der sich absolut gelohnt hat. Viele Teilnehmer und Besucher haben dieses neue Format als sehr gelungen empfunden.", reflektiert Sergej Kolb. 

Auch die Auftritte der deutschen Athlet*innen sieht der Bundestrainer als gelungen: "Was die sportlichen Leistungen betrifft, so gilt mein besonderer Dank meinen Athletinnen und Athleten. Alle haben bis zum Schluss gekämpft, niemals aufgegeben und das Beste aus sich herausgeholt. Ihr Einsatz und eure Hingabe verdienen allerhöchste Anerkennung."