Mit den Multi European Games stand vom 10.-16. Juni erneut ein hochrangiges G1-Weltranglistenturnier in Sofia auf dem Wettkampfkalender. Mit einem 37-köpfigen Team reiste die DTU in die bulgarische Hauptstadt, um sich wichtige Weltranglistenpunkte zu sichern. Nachdem vom 10.-14. zunächst die Kadetten, Junioren und Poomsae-Läufer auf der Matte standen, fanden an den letzten beiden Tagen die Senioren-Wettkämpfe statt.
Direkt am ersten Wettkampftag der Senioren-Wettkämpfe schaffte unser Team bei einer sehr starken internationalen Konkurrenz gleich vier mal den Sprung aus Treppchen. Mit einer Silbermedaille feierte Vanessa Körndl in der olympische Gewichtsklasse -67 kg ein starkes Comeback. Wochenlang hatte die Sportsoldatin mit den Folgen einer Corona-Infektion zu kämpfen und verpasste deshalb sogar die EM im Mai. Bei den Multi European Games stimmte die Form der 23-Jährigen und vielleicht fühlte sich Silber nach diesen schweren Wochen an diesem Tag fast wie Gold an. Für ihre kontinuierliche Arbeit belohnten sich ebenfalls Süheda Celik (-49 kg), Alema Hadzic (-73 kg) und Lorena Brandl (+73 kg) mit dem dritten Platz in ihren Gewichtsklassen. Bei hochklassiger Konkurrenz (u.a. Olympiateilnehmer) setzten sich die jungen Athletinnen durch und wurden erst im Halbfinale von ihren Gegnerinnen gestoppt.
Am zweiten Wettkampftag konnte Anna-Lena Frömming (-62 kg) mit Siegen über Zsuzsanna Lestyian-Goda (Ungarn), Chlor Roberts (Großbritannien) und Jone Magdaleno (Spanien) ins Finale des G1-Weltranglistenturniers einziehen. Hier unterlag die Sportsoldatin zwar mit 7:14 Punkten gegen Liliia Khuzina aus Russland, sicherte sich aber einen starken zweiten Platz. Auch
René Ackermann konnte mit starken Leistungen seine Gegner Yanis Tahraoui aus Frankreich, Mitko Dzhordzev aus Bulgarien und Dusan Bozanic aus Serbien besiegen und zog ins Halbfinale ein. Hier unterlag der 20-Jährige Sarmat Tcakoev aus Russland.
Das Fazit von Chef-Bundestrainer Georg Streif: „Zwei Silber- und vier Bronzemedaillen mit 23 gewonnenen Kämpfen waren okay, aber leider immer noch zu wenig für einen Titel. Gute Leistungen haben meistens bis zum Achtelfinale gereicht, allerdings noch nicht genug, um ganz vorne mit dabei zu sein. Hier muss die Intensität und Entwicklung noch besser werden. Die Tendenz hierzu wurde diesmal gezeigt und die Vorgaben der Bundestrainer besser umgesetzt. Wichtig war uns vor allem auch die aufsteigende Tendenz von Alex, der bis zum 27. Juli in Tokio seine Hochform erreichen muss.“
Wir gratulieren allen Medaillengewinnern und ihren Trainern zu den starken Leistungen!
Unser Herren-Team in Sofia:
Emircan Onus
Cemal-can Malkoc
Andreopoulos Antonios
Iordanis Konstantinidis
Ranye Drebes
Imran Özkaya
Rene Ackermann
Spiridon Nitsas
Eduard Drewlau
Leon Kaplan
Martin Stach
Yassine Trabelsi
Hamza Adnan-Karim
Abdullah Ciftci
Alexander Bachmann
Unser Damen-Team in Sofia:
Lea Karmely
Ela Aydin
Süheda Celik
Madeline Folgmann
Julia Ronken
Laura Göbel
Jasmine Richter
Vanessa Beckstein
Anna-Lena Frömming
Vanessa Körndl
Celine Yagussevich
Viviana Valentino
Lisa Marie Seele
Alema Hadzic
Yanna Schneider
Lorena Brandl
Unser Trainer-Team in Sofia:
Georg Streif
Vanja Babic
Boris Winkler
Marco Scheiterbauer
Özer Gülec
Bernhard Bruckbauer
Unser Medi-Team in Sofia:
Dr. Frank Düren
Nadine Eichinger
Oliver Reiff
Wolfgang Berwanger
Unser Videoanalyse-Team in Sofia:
Klaus Haggenmüller


