Richtungsweisendes DTU-Meeting mit Heimtrainer*innen: Neue Struktur und klare Linie im Leistungssport



Am Dienstag, den 18. Juni 2025, fand ein intensives Online-Meeting der Deutschen Taekwondo Union (DTU) mit über 40 teilnehmenden Heimtrainern, Funktionären und Mitgliedern des Leistungssport-Teams statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Nominierungskriterien für G-Turniere sowie der Austausch zur strategischen Ausrichtung des nationalen Leistungssports.

Die DTU bekräftigte ihre sportliche Linie: Qualität vor Quantität. Die Teilnahme an internationalen Turnieren soll gezielter erfolgen – mit Fokus auf Vorbereitung, Regeneration und individueller Entwicklung. Anstelle einer bloßen Anhäufung von Turniereinsätzen soll der nachhaltige Leistungsaufbau im Vordergrund stehen. Das bedeutet auch: Nicht jede Medaille zählt gleich viel. Entscheidend ist, gegen wen und wie sie gewonnen wurde – ein Ansatz, den Bundestrainer und Sportdirektion künftig stärker in die Bewertung einfließen lassen werden.

Transparenz, Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Heimtrainern wurden als zentrale Bausteine betont. Besonders im Zusammenhang mit Nominierungen und internationalen Einsätzen soll der Dialog mit den Heimtrainern im Vorfeld intensiv geführt werden. Gleichzeitig machte die DTU deutlich: Während eines internationalen Einsatzes liegt die Verantwortung beim Bundestrainer – eine parallele Betreuung von der Seitenlinie durch Heimtrainer wird nicht akzeptiert.

Ein weiteres Thema war die Strukturierung des Leistungsteams. Max Cater wurde offiziell als neuer Damentrainer vorgestellt. Alle Trainer im DTU-Leistungsteam sind unabhängig und vereinsneutral – die Auswahl erfolgt ausschließlich nach aktueller Eignung und sportlicher Kompetenz.

Ein Ausblick auf die bevorstehende German Open 2025 (G2) rundete das Meeting ab. Das Turnier wird von World Taekwondo als offizielles Testevent für neue Wettkampfregeln genutzt. Die DTU arbeitet eng mit WT zusammen, um diese Neuerungen umzusetzen und gleichzeitig optimale Bedingungen für die Athlet*innen zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch das Angebot von Ümit Kalkan hervorgehoben, in der Woche vor dem Turnier Trainingsmöglichkeiten für nationale Teams in Hamburg bereitzustellen – ein wertvoller Beitrag zur internationalen Vernetzung.

Die DTU bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und das gemeinsame Engagement für die Weiterentwicklung des deutschen Taekwondos. Der eingeschlagene Weg ist klar: gezielte Förderung, offene Kommunikation und konsequente Qualitätsorientierung.