Ohne Medaille, aber mit Teamgeist – Rückblick auf die Zweikampf-WM in Wuxi



Die Zweikampf-Weltmeisterschaft im chinesischen Wuxi ist beendet – und das deutsche Team muss ohne Medaille die Heimreise antreten. Trotz starker Motivation, engagierter Kämpfe und guter Stimmung im Team blieben die erhofften Erfolge aus. Nun richtet sich der Blick nach vorn: Auf die Deutsche Meisterschaft im Januar und die Heim-EM in Nürnberg.

Die Zweikampf-Weltmeisterschaft im chinesischen Wuxi ist vorbei – und das deutsche Team fährt leider ohne Medaille nach Hause. Stimmung und Motivation waren groß, doch am Ende blieben die erhofften Ergebnisse aus.

Bereits eine Woche vor Wettkampfbeginn reiste das achtköpfige Athlet*innen-Team samt Trainerstab und Betreuern nach Wuxi, um sich optimal an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen und im Wettkampf-Venue zu trainieren. Neben den täglichen Taekwondo-Einheiten standen auch Kraft- und Ausdauertraining auf dem Programm.

Zum Team gehörten die beiden Bundestrainer Balazs Toth (Herren) und Max Cater (Damen), sportlicher Leiter Zweikampf Aziz Acharki, Head of Team Stelios Kostas, Trainer Dongeon Lee sowie Physiotherapeut Anton Schoenauer. Auch DTU-Präsident Gerd Kohlhofer, Vizepräsident Zweikampf Antonio Barbarino, Generalsekretär Andreas Rahn und Vizepräsident Verwaltung und Recht Dr. Michael Lehner reisten zur Unterstützung des Teams nach China.

Wettkampftage voller Einsatz

Am 24. Oktober startete Anastasia Rovithis als erste deutsche Athletin in das Turnier. Nach einem klaren 2:0-Sieg gegen Kambodscha musste sie sich im zweiten Kampf einer Athletin unter neutraler Flagge geschlagen geben.

Am zweiten Wettkampftag traten Anya Atesli und Imran Özkaya an. Imran unterlag gleich zu Beginn der Elfenbeinküste, während Anya nach einer längeren technischen Unterbrechung zunächst gegen Peru (2:0) und anschließend gegen Italien siegte. Im Viertelfinale gegen die Türkei war jedoch Endstation.

Nach einem Ruhetag griff Lorena Brandl ins Geschehen ein: Sie gewann ihren Auftaktkampf gegen Dänemark souverän, schied im Achtelfinale jedoch gegen Südkorea aus. Auch Vanessa Körndl und Enis Calik mussten sich an ihrem Wettkampftag bereits in der ersten Runde geschlagen geben.

Feyyaz Gümüs sorgte in der Klasse bis 58 kg noch einmal für Spannung: Nach deutlichen Siegen gegen Neuseeland (zwei Point Gaps) und Hongkong traf er im Achtelfinale auf die Türkei – dort endete sein starkes Turnier leider.

Am Abschlusstag stand Adiba Asimi auf der Matte. Sie besiegte Malaysia souverän, verlor dann aber in der zweiten Runde gegen Tunesien.

Blick nach vorn

Auch wenn die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen, zeigte das deutsche Team in Wuxi großen Einsatz, Zusammenhalt und Kampfgeist. Der Blick richtet sich nun auf das kommende Jahr – mit der Deutschen Meisterschaft im Januar und der Heim-EM in Nürnberg im Sommer.