Mit Stolz und Vorfreude zur WM: Unser Damen-Kadetten-Team im Interview



Sie gehören zu den jüngsten Athlet*innen im WM-Team: Tia Rehana Nazir, Eva Sun Youn und Alisa Erdogan (von links nach rechts)! Im Interview erzählen sie uns, wie sie von ihrer Nominierung erfahren haben, wie die Vorbereitung läuft und worauf sie sich in Korea ganz besonders freuen.

Hallo ihr drei! Herzlichen Glückwunsch zu eurer Nominierung für die Poomsae-Weltmeisterschaft im September in Chuncheon! Wie fühlt es sich an, Deutschland bei einer WM vertreten zu dürfen?

Es ist eine riesige Ehre und macht uns unglaublich stolz. Natürlich sind wir auch ein bisschen nervös, weil es die größte Bühne ist. Aber genau diese Mischung aus Stolz und Aufregung motiviert uns jeden Tag noch mehr.

Wie habt ihr erfahren, dass ihr drei als Kadetten-Team nach Südkorea fliegt?

Wir haben es über unsere Eltern erfahren. Sie haben eine E-Mail bekommen mit der offiziellen Nominierung. Wir saßen alle zu Hause und als die Nachricht kam , war die Freude riesig. Direkt danach haben wir uns in der Gruppe geschrieben und erst mal gar nicht glauben können.

Ihr gehört zu den jüngsten Starter*innen. Wie fühlt es sich an, Teil einer so großen Mannschaft zu sein?

Es fühlt sich nach einer großen Ehre an. Wir schauen sehr zu den Älteren auf und können so viel von ihnen lernen. Es ist eine besondere Erfahrung, mit Athlet*innen aus allen Altersklassen zusammen zu sein. Man merkt den Zusammenhalt im Team und dass alle das gleiche Ziel haben: Deutschland bestmöglich zu vertreten.

Was habt ihr aus dem ersten Vorbereitungslehrgang mitgenommen?

Am meisten hat uns das Teambuilding gebracht. Wir haben andere Leute aus dem Team noch besser kennengelernt und sind als Gruppe zusammengewachsen. Außerdem haben wir intensiv an unserer Präsentation gearbeitet. Das hat uns mental richtig verstärkt, weil wir jetzt genau wissen, worauf es ankommt und wie wir als Team auftreten wollen.

Worauf freut ihr euch in Korea ganz besonders?

Darauf, gemeinsam als Team dorthin zu reisen und diese Zeit zusammen zu erleben. Wir freuen uns riesig auf die neue Kultur, das Essen und darauf, Athlet*innen aus der ganzen Welt zu treffen. Es ist einfach etwas ganz Besonderes, eine WM in Südkorea miterleben zu dürfen.

Hilft es euch, dass Tia schon WM-Erfahrung aus Hong Kong 2024 hat?

Ja, auf jeden Fall. Tia kann uns die Abläufe erklären und weiß, wie so eine WM organisiert ist. Sie kann uns auch ungefähr sagen, was auf uns zukommen wird. Das gibt uns Sicherheit und nimmt ein bisschen die Nervosität.

Welche Tipps gebt ihr anderen Athlet*innen, die von einer WM träumen?

Nehmt Kritik an und lernt daraus. Gebt niemals auf, auch wenn es mal hart wird. Unser Motto ist: No pain, no gain -  ohne Schweiß kein Preis. Dranbleiben, an sich glauben und jeden Tag besser werden. Dann kann der Traum wahr werden.

Habt ihr Vorbilder im Team?

Alisa: Mein Vorbild ist Fabian Frank. Er ist super fleißig, ehrgeizig, immer fokussiert und ein international erfolgreicher Sportler. Er hat mich außerdem schon oft bei Turnieren als Coach unterstützt. Mit seiner Erfahrung und Ruhe nimmt er mir die Nervosität und gibt mir Sicherheit. Von ihm kann ich extrem viel lernen.

Tia: Mein Vorbild ist Pia Hoffmann. Besonders beeindruckt mich ihre saubere Technik, ihre Körperspannung und ihre starke Ausstrahlung bei jeder Poomsae. Sie zeigt viel Disziplin und Ehrgeiz und gibt auch bei schwierigen Situationen nicht auf. Durch ihre konzentrierte und selbstbewusste Art motiviert sie mich, selbst immer weiter zu trainieren. Ich möchte mir an ihr ein Beispiel nehmen und mich im Poomsae genauso weiterentwickeln.

Sun: Heekyung Reimann ist mein Vorbild. Sie ist eine sehr erfolgreiche und erfahrene Sportlerin und die amtierende Vizeweltmeisterin in ihrer Kategorie. Zudem hat sie wie ich koreanische Wurzeln und zeichnet sich besonders durch ihren Ehrgeiz, ihre Ausdauer und ihre Freundlichkeit aus. Ich kann viel von ihr lernen.

Danke für eure Zeit und ganz viel Glück bei der WM!