Letzter WM-Test: Anya Kisskalt gewinnt Gold bei den German Open 2025



Mit Gold durch Anya Kisskalt und Bronze von Kaan Gümüs setzten die deutschen Taekwondo-Athlet*innen bei den German Open in Hamburg ein Ausrufezeichen. Das Turnier war der letzte Härtetest vor der Weltmeisterschaft – und machte Mut für die kommenden Aufgaben.

Es ist der letzte Härtetest vor der Weltmeisterschaft: Die German Open in Hamburg. Angereist ist das gesamte WM-Team (abgesehen von Lorena Brandl), um sich ein letztes Mal auf der großen Bühne mit der Konkurrenz zu messen.

Alle deutschen Athlet*innen kommen sehr gut durch die erste Runde und setzen sich stark durch. Der Hamburger Enis Calik muss sich leider bereits in der zweiten Runde geschlagen geben, genauso wie Vanessa Körndl.

Adiba Asimi unterliegt im Viertelfinale gegen die Kämpferin aus Bosnien und Herzigowina und verpasst somit eine Medaille, genauso wie Imran Özkaya, der gegen die Türkei verliert. Anastasia Rovithis setzt sich gut durch, im Achtelfinale gewinnt sie spektakulär gegen die deutsche Aisha Bangura, unterliegt im Viertelfinale allerdings gegen Spanien.

Erfolgreicher läuft es bei Kaan Gümüs, der sich nach schwierigen Kämpfen Bronze sichert.

Gold geht an Anya Kisskalt. Nach starken Vorrundenkämpfen, die sie dominierte, gewinnt sie in einem kampflosen Finale die Goldmedaille. „Es war auf jeden Fall ein gutes Turnier, weil gute Leute da waren und es das letzte Turnier vor der WM ist. So konnte ich nochmal ein bisschen sehen, wo mein Status dann doch ist.“ Ihre Gegnerin aus der Türkei ist im Finale nicht erschienen. „Ich freue mich über die Goldmedaille, aber natürlich hätte ich gern das Finale gekämpft, um zu wissen, wie ich gegen sie klargekommen wäre.“ Nun ist der Blick mit viel Vorfreude auf die WM gerichtet.

Auch der Aziz Acharki ist zufrieden mit dem Auftritt bei den German Open. „Das war schon wirklich gut. Manche sind unter ihren Möglichkeiten geblieben, aber es war auf jeden Fall eine sehr gute Standortbestimmung.“ Die nächsten Wochen bis zur WM werden nun intensiv genutzt, um noch Feinheiten zu verbessern und Fehler zu korrigieren. Auch der mentale Bereich soll im Hinblick auf die WM noch etwas mehr in den Fokus rücken. Neben den Senioren haben auch die Kadetten und Junioren gute Arbeit während des Turniers geleistet. „Die German Open waren auch ein Kriterium für die Europameisterschaft. Viele Athleten konnten wirklich ihre Klasse zeigen. Und Konkurrenz belebt das Geschäft.“

Anwesend war auch der Präsident der World Taekwondo Union Choue Chung-won, der während der Siegerehrung die Pokale überreichte.