Die 34 eingeladenen Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten die Gelegenheit, von Freitagabend bis Sonntagnachmittag an ihrer Technik, Präsentation und Kondition zu arbeiten.
Bundestrainer Marcus Ketteniß leitete den Lehrgang gewohnt engagiert, unterstützt von den international erfahrenen Kampfrichterinnen Dr. Marion Schrader und Nicole Ketteniß, die auf zahlreiche Einsätze bei Welt- und Europameisterschaften zurückblicken.
Durch den parallelen Einsatz der beiden Kampfrichterinnen konnte Marcus Ketteniß zeitgleich Trainingseinheiten durchführen, während die Kampfrichterinnen einzelne Elemente und komplette Formen analysierten und Einschätzungen aus der Sicht der Kampfrichterschiene boten – zunächst im Freestyle-Bereich, anschließend im Bereich Poomsae. So erhielten die Athleten direktes, wertvolles Feedback. Die Kampfrichterinnen lobten insbesondere die Motivation der Athleten und gaben konkrete Hinweise, an welchen Stellen Bewegungsabläufe noch harmonischer, dynamischer und rotationsintensiver gestaltet werden müssten, um den internationalen Anforderungen zu entsprechen.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie die Sportler das Feedback der Kampfrichterrinnen mit den Trainingsempfehlungen des Trainings verknüpften um sie unmittelbar in Leistung umzusetzen und somit die Qualität der Formen kontinuierlich zu steigern“, so Bundestrainer Marcus Ketteniß.
Der Lehrgang war altersklassenspezifisch aufgebaut: Ältere Athleten erhielten mehr Regenerationszeit, während Kadetten, Jugend sowie Senioren unter 30 und unter 40 ein besonders intensives Training durchliefen. Die speziellen Kick-Trainings-Einheiten für diese Klassen setzten einen besonderen Impuls, um den Athleten zu verdeutlichen, was und wie intensiv sie trainieren müssen, um den internationalen Anforderungen gerecht werden zu können.
Thematisch lag der Schwerpunkt des Lehrgangs im Bereich Präsentation, wobei besonders die Rotation um die Längsachse im Fokus stand. Ziel war es, den Athleten einen Impuls zu geben, Hüfte, Körper- und Schulterbereich als eine koordinierte Einheit in die Rotation einzubeziehen und diese Bewegungsabläufe gezielt in die technischen Formen zu integrieren. Das Training sollte ihnen verdeutlichen, wie sie diese Inhalte in ihr Vereinstraining übertragen und Schritt für Schritt zu einem automatisierten, gesamtkörperlichen Einsatz entwickeln können.
Marcus Ketteniß zog ein positives Fazit: „Dies war der bisher körperlich anspruchsvollste Lehrgang der letzten zwölf Monate. Ich bin sehr beeindruckt, wie viele Sportler an ihre Leistungsgrenzen gegangen sind, und sehe große Chancen, die Leistungen noch weiter zu steigern, was notwendig sein wird um international konkurrenzfähig sein zu können.“
Der Lehrgang bot intensive Trainingseinheiten, individuelles Feedback aus Trainer- und Kampfrichterperspektive sowie die Möglichkeit, sich mit erfahrenen Athleten auszutauschen. Darüber hinaus wurde das Gemeinschaftsgefühl durch die Integration der Schlachtrufe in das Training gestärkt.
Der Lehrgang unterstreicht erneut, wie bedeutsam regelmäßig hochqualitative Trainingsangebote für den Leistungsaufbau im Bundeskader sind. Ein besonderer Dank gilt allen Athleten, die mit großer Hingabe trainiert haben. "Es ist beeindruckend zu sehen, welche Leistungen ihr anstrebt und bereits umsetzt. Wenn wir diesen Einsatz und diese Motivation beibehalten, bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam eine sehr erfolgreiche Zukunft gestalten werden", so Marcus Ketteniß.
Ein besonderer Dank gilt außerdem den Mitorganisatoren Hasim Celik und Aykut Yilmaz vom Bundesschutzbund Nürnberg sowie Dr. Katrin Paschke für die Rundumorganisation. Ebenfalls danken wir Dr. Marion Schrader und Nicole Ketteniß für ihre wertvolle Mitwirkung im Bereich Kampfrichterwesen."
Bilder: Binh-Qouc Duong

