Intensiver Bundeskader-Lehrgang Technik am Bundesstützpunkt: Der volle Fokus auf Poomsae Keumgang



Am vergangenen Wochenende trafen sich 26 Bundeskaderathleten des Taekwondo-Bundeskaders Technik im verbandseigenen Bundesstützpunkt in Nürnberg zu einem intensiven Tageslehrgang.

Eingeladen waren sowohl die A-Kadersportler, als auch Athleten aus dem Perspektiv- und Ergänzungskader sowie den Nachwuchskadern NK1 und NK2. 

Unter der Leitung von Technik Bundestrainer Marcus Ketteniß stand die Vertiefung und Perfektionierung der Form Kumgang im Mittelpunkt des Tageslehrgangs.

Nach einer gemeinsamen, intensiven Erwärmungsphase begann der erste Trainingsblock mit einer Analyseeinheit. Jeder Sportler musste die Form Keumgang achtmal laufen, wobei sowohl der Bundestrainer als auch ein Partner in einer gezielten Partneranalyse verschiedene technische und präsentative Kriterien überprüften.

Anschließend lag der Fokus auf Rotations- und Gleichgewichtsübungen, um das Körpergefühl für die komplexeren Bewegungen der Form Keumgang zu schärfen.

In den weiteren Einheiten wurde gezielt daran gearbeitet, wie das Körpergewicht in Schrittstellungen und Schrittstellungswechseln optimal genutzt wird, um Energie effektiv in die Techniken einzubringen. Die Sportler lernten, den Körper im Raum perfekt zu verschieben und auch Drehungen mit Zielkraftorientierung einzuleiten und dadurch Energie zu generieren, von der auch die Folgetechniken profitieren. 

Eine methodisch aufgebaute Übungsreihe widmete sich ausschließlich dem Thema Hagdarisogi. Diese Einheit fokussierte sich auf das Erlernen und die Perfektionierung dieser komplexen Bewegung in vier unterschiedlichen Teilen. Zusätzliche Gleichgewichtsübungen dienten zur Stabilisierung des perfekten Standes. 

Nach einer wohlverdienten Mittagspause beschäftigten sich die Athleten mit den einzelnen Techniken der Keumgang. Hier wurde die korrekte Ausführung, der ideale technische Bewegungsweg und die Integration verstärkter Dynamik in die Bewegungen intensiv erarbeitet.

Die abschließende Trainingseinheit diente der mehrfachen Präsentation der Form Keumgang. Dabei ging es nicht nur um das Trainieren und Zeigen der Form Keumgang, sondern auch darum, dass im Laufe des Tages Erlernte abzurufen und anzuwenden.

 Die Läufe fanden unter genauer Beobachtung durch Trainer und Partner statt. Besonders spannend waren die ausgewählten Battle-Vorläufe in der Hallenmitte, bei denen die Athleten vor dem gesamten Team ihre Form unter Wettkampfbedingungen präsentierten.

Bundestrainer Marcus Ketteniß betont abschließend die Bedeutung der Lehrgangsinhalte für das weitere Training: „Nun heißt es, die gesetzten Trainingsanreize sowie die methodischen Reihen und Technikausführungen intensiv ins heimische Vereinstraining zu integrieren. Nur so kann ein dauerhafter Automatisierungsprozess eingeleitet und die technische Perfektion nachhaltig verbessert werden.“