German Open zurück in Hamburg – Härtetest für deutsches Team vor der WM



Über 1.100 Athlet*innen aus 76 Nationen gehen am Wochenende in der Sporthalle Hamburg an den Start. Am Samstag treten die Kadetten und Junioren an, am Sonntag die Senioren. Der sportliche Leiter Aziz Acharki und die Athlet*innen Anya Kisskalt und Enis Calik geben in der Pressekonferenz Einblicke in das Turnier.

Nach fünf Jahren finden die German Open 2025 wieder in Hamburg statt. Bei der Pressekonferenz am Freitag waren neben Anya Kisskalt, Enis Calik und Aziz Acharki auch Christoph Holstein, Staatsrat der Hamburger Behörde für Inneres und Sport, sowie der Turnierleiter der German Open Michel Mialki anwesend. Von der DTU wird das gesamte deutsche WM-Team – ausgenommen Lorena Brandl, die mit einer kleineren Verletzung auf das Turnier verzichtet – an den Start gehen.

Mit Blick auf die Olympiabewerbung von Hamburg, ist gerade die Förderung der weniger populären Sportarten wichtig, so Christoph Holstein. Dabei soll mit Hilfe der German Open auch Taekwondo mehr ins öffentliche Interesse rücken.

Das Turnier in Hamburg ist der letzte Schritt vor der Weltmeisterschaft im Oktober in China. „Das ist eine Standortbestimmung vor der WM.“, so Aziz Acharki. Die Athlet*innen haben nun die Chance, sich in Hamburg schon mit den Weltbesten zu messen. „Wir stehen in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und haben bis zur WM noch die Möglichkeit, taktische Feinheiten zu verbessern.“

Auch aus den anderen Nationen sind viele Teilnehmer*innen der WM vor Ort. „Meine Gewichtsklasse bei den German Open ist stark besetzt.“, berichtet Anya Kisskalt. „Das ist jetzt nochmal ein letztes Turnier, wo man sich selbst beweisen muss, dass man die anderen Athletinnen knacken kann.“

Enis Calik, der bis 68kg kämpft, wird ebenfalls schon in Hamburg auf WM-Gegner treffen. Der Hamburger erzählt, dass die German Open ein besonderes Turnier für ihn sind, da er nach langer Zeit wieder in seiner Heimatstadt kämpfen darf. Aziz Acharki lobt Enis als einen bodenständigen und talentierten Athleten. „Er ist jung und weiß, was er will.“

Angesprochen wurde außerdem die Regeländerung, die bei den German Open in diesem Jahr umgesetzt wird. Dabei gibt es keine zusätzlichen Punkte für gedrehte Kicks und keinen Video Replay für Kopftreffer. Wie sich die Regeländerung bei diesem Turnier auf den Wettkampf auswirkt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

Am Samstag werden die Kadetten und Junioren kämpfen, am Sonntag die Senioren. Alle Kämpfe können im Livestream verfolgt werden.