Von China nach Korea: Für unser Damen-Team ging es im Anschluss an die Frauen-WM in Taiyuan direkt zum World Taekwondo Grand Prix in Muju (05. - 07. September). In Südkorea hatten die vier DTU-Athletinnen erneut die Chance, sich auf der großen Bühne zu beweisen: Lorena Brandl, Anya Ateşli, Vanessa Körndl und Adiba Asimi. Begleitet wurden sie von ihrem Trainerteam um Max Cater, Bernhard Bruckbauer und Dongeon Lee.
Am ersten Tag (05.09) startete Anya Ateşli in der Klasse -49kg. Sie verlor ihren ersten Kampf gegen Kasachstan mit 0:2.
Vanessa und Adiba gingen am zweiten Tag an den Start. Beide verloren ihren ersten Kampf - Adiba musste verletzungsbedingt aufgeben.
Auch Lorena, die in Taiyuan noch Bronze gewonnen hatte, konnte sich am letzten Tag nicht durchsetzen und unterlag der Koreanerin Song mit 1:2.
Aziz Acharki, der sportliche Leiter, ordnet die Situation ein: "Bei den Women’s Open konnte Lorena mit der Bronzemedaille ein gutes internationales Ergebnis erzielen und über mehrere Kämpfe ihre Konkurrenzfähigkeit zeigen. Auch im Halbfinale wäre aus meiner Sicht durchaus mehr möglich gewesen.
Mit dem Grand Prix und viermal R32 können wir sportlich nicht zufrieden sein. Bei mehreren Athletinnen haben wir nicht das Leistungsvermögen gesehen, das sie grundsätzlich besitzen. Hier müssen wir analysieren, warum die vorhandene Qualität im Wettkampf nicht entsprechend abgerufen werden konnte."
Das Ausscheiden von Lorena erklärte er noch einmal genauer: “Lorenas Ausscheiden ist dabei etwas differenzierter zu bewerten. Gegen die spätere Siegerin zeigte sie einen starken Kampf, gewann die erste Runde mit 7:3 und hat gezeigt, dass sie auf diesem Niveau konkurrenzfähig ist. Dass diese Leistung am Ende nicht zum Weiterkommen gereicht hat, ist natürlich bitter, liefert uns aber auch positive Erkenntnisse für die weitere Arbeit.”
Der nächste Schritt ist nun, aus allen Kämpfen konsequent die richtigen Schlüsse zu ziehen und in den kommenden Wochen gezielt an den erkannten Defiziten zu arbeiten.
“Beim nächsten Grand Prix in Paris und den darauffolgenden internationalen Meisterschaften wollen und müssen wir uns sportlich verbessert präsentieren.”, so Aziz.

