Zwei Mal Silber und ein Mal Bronze bei Sofia Open



Mit den Sofia Open stand am 7. März für die Athleten im Zweikampf-Bereich das erste internationale Turnier seit fast einem Jahr auf dem Programm. Dementsprechend waren die Motivation und die Vorfreude, aber auch die Anspannung, bei den meisten sehr hoch. Das DTU-Team reiste zu dem G1-Turnier mit den Nominierten für die Anfang April ebenfalls in Sofia stattfindende EM an – eine Art Generalprobe für das Team, um den Wiedereinstieg in das Turniergeschehen sowie den Umgang mit den Corona-Gegebenheiten zu proben. Beides ist laut Chef-Bundestrainer Zweikampf Georg Streif sehr gut gelungen und auch besondere Herausforderungen wie zusätzliche Tests oder zeitbegrenzter Zugang zur Aufwärmhalle wurden bestmöglich gelöst. Insgesamt war die Organisation des Turniers in Ordnung, allerdings waren die Räumlichkeiten im Hotel für die hohe Teilnehmerzahl etwas zu klein.

Mit den gezeigten Leistungen der Athleten nach so einer langen Wettkampfpause waren die Bundestrainer durchaus zufrieden, auch wenn sie gerne einen Titel und die ein oder andere Medaille mehr mit nach Hause gebracht hätten. Mit insgesamt 18 gewonnenen Kämpfen, davon fünf bei den Damen und 13 bei den Herren und zwei Silber- und einer Bronze-Medaille konnte das Team nach Deutschland zurückkehren. Eine besonders starke Leistung zeigten Eduard Drewlau (Herren -74 kg) und Lorena Brandl (Damen +73 kg), die beide einen hervorragenden zweiten Platz erkämpfen konnte. Auch Özlem Gürüz (Damen -46 kg) konnte in ihrer Gewichtsklasse überzeugen und erreichte Bronze. Nun geht es darum, bis zur EM noch wichtige Detail-Entwicklungen voranzutreiben und kleinere Fehler auszumerzen.

Ebenfalls mit in Sofia vor Ort war Klaus Haggenmüller von der Technischen Universität München. Er unterstützt das deutsche Team mit Videoanalysen, die die Athleten noch besser auf die bevorstehende EM vorbereiten sollen. Während des Turniers nahm Klaus Haggenmüller insgesamt 14 Kämpfe auf. Die qualitativ hochwertigen Aufnahmen sind Grundlage für die computergestützte Analyse und Auswertung. In weitgehend automatisierten Verfahren werden einzelne Aktionen identifiziert und mit Attributen versehen. Aus diesen Attributen werden Performance – Indikatoren berechnet und zur Darstellung der individuellen Leistungsstruktur der deutschen Athleten und ihrer Gegner verwendet.

Wir wünschen den deutschen Athleten und ihren Trainern noch eine erfolgreiche Vorbereitung für die anstehende EM!

Hier einige Impressionen aus Sofia: