WM - TAG 5: Alexander Bachmann erreicht Platz 5

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977 Sportlerinnen und Sportler aus 150 Nationen (+1 Flüchtlingsteam der WT) werden in den kommenden 5 Tagen um die insgesamt 64 Medaillen kämpfen. Wichtige Weltranglisten gibt es im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo bei diesem G-12 Turnier ebenfalls zu holen. Unser 13-Frau/Mann starkes Team geht mit Zuversicht und Teamgeist in die Wettkämpfe.

WM - TAG 5: Feierliche Siegerehrung für Iordanis

 

Am letzten Wettkampftag der Weltmeisterschaft in Manchester standen neben der feierlichen Siegerehrung für Iordanis noch einmal drei hochmotiverte Sportler für Team Deutschland auf der Fläche. 

Die drei Sportsoldaten der Bundeswehr Anna-Lena Frömming (-62Kg), Alexander Bachmann (-87Kg) und Cem Ünlüsoy (+87Kg) stellten sich der starken Konkurrenz in ihren Gewichtsklassen. 

Anna-Lena startete bei dieser WM nicht wie gewohnt in der Gewichtsklasse -57Kg, sondern in der etwas höheren Klasse -62Kg. Anna-Lena, die als eine der wenigen Damen in Deutschland bereits eine WM-Medaille (Bronze WM 2013) erkämpfen konnte, startete motiviertund aggresiv in ihren ersten Kampf gegen die Jugend-Vize-Olympiasiegerin Safia SALIH  aus Marokko. Anna-Lena behielt bis zum Ende die Oberhand in diesem Kampf und schlug den Youngster aus Marokko mit 6:3 Punkten.

Im zweiten Kampf gegen die Amerikanerin  Ara June WHITE konnte bis zum Ablauf der regulären Kampfzeit von 3x2 Minuten kein Sieger ermittelt werden, sodass der Kampf in die vierte Runde ging, wo der erste Treffer kampfentscheidend ist. Beide Kontrahentinnen trafen zwar die Weste, die Tritte waren aber nicht kräftig genug, damit das elektronische System einen Treffer auslöst. Nach Ablauf der Zeit, musste die Computeranalyse die Siegerin des Kampfes bestimmen. Anna-Lena traf in der Sudden Death Runde häufiger die Weste und geht als Siegerin aus diesem spannenden Kampf.

Das Achtelfinale gegen die amtierende Asiengames Siegerin  Zongshi LUO aus China fand unmittelbar nach der Mittagspause statt und Anna-Lena konnte die Kraftreserven nach dem anstrengenden Kampf gegen die Amerikanerin wieder auffüllen. Ein sehenswerter Kopftreffer, sowie einige kraftvolle Tritte zur Weste, konnten aber die Niederlage nicht verhindern.

Eine ebenfalls tolle Leistung zeigte Cem Ünlüsoybei seinem WM-Debüt gegen den hochgewachsenen Kasachen Ruslan Zhaparov. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde zog der Olympiateilnehmer und Vize-Asien-Games-Sieger Zhaparov das Tempo an und Cem musste sein Können voll abrufen, um den Punkterückstand aufzuholen. Mit einem Kopftreffer gelang ihm das zeitweise gut, am Ende besiegt der Kasache den Deutschen mit 26:13. 

Mit einem vorzeitigen Sieg gegen den Marokkaner starteteAlexander Bachmann in seine zweite Weltmeisterschaft, nachdem er bei seinem WM-Debüt 2017 in Muju überraschend die Goldmedaille gewinnen konnte. Die Erinnerungen an seinen Titelgewinn von 2017 sind an diesem Tag vielen in der Halle wieder präsent. Begleitet und Unterstützt von seinem Heimtrainer Vanja Babic, sowie seiner Ehefrau Rabia, betreute ihn an der Fläche, wie schon 2017, unser Disziplinbundestrainer Dongeon Lee.

Im Achtelfinale gegen den Serben Drasgo Jovanov musste Alex alles aus seinem Körper rausholen, um gegen den etwas unangenehm kämpfenden Gegner aus Serbien, als Sieger von der Fläche zugehen. Der Einsatz wurde belohnt und Alex zieht ins Viertelfinale ein.

Nach nur sehr kurzer Regenerationszeit merkte man Alex den kräftezehrenden Achtelfinal-Kampf gegen Serbien in dem Kampf um seine zweite WM-Medaille deutlich an. In vielen Phasen des Kampfes wirkte der Brasilianer fitter und kräftiger als Alex, der unmittelbar nach der Niederlage bereits für ein kurzes Interview bereit stand "Der Brasilianer war heute einfach konditionell etwas fitter. Das muss ich anerkennen. Aber es geht weiter, wir machen weiter." Auf seiner Facebook-Seite schreibt Alex:

"Mein persönliches Ziel, meinen Titel zu verteidigen und einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Olympia zu machen ist mir nicht gelungen. Trotzt allem bin ich froh, gesund und verletzungsfrei nach Hause reisen zu können. Auch bei meinem gesamten Team, angefangen vom Vorstand, bis hin zum Verband, Landesverband, Trainerstab, Physio, Mentalcoach und Sponsoren, bedanke ich mich bei jedem einzelnen der mitgewirkt hat. Ohne meine wunderbare Familie, meinem engen Freundeskreis und den Fans, die immer hinter mir stehen, würde ich niemals stehen wo ich heute bin. 
Das Ziel steht und der Traum lebt weiterhin, es geht immer weiter." 

Die DTU gratuliert zum 5. Platz bei der Weltmeisterschaft 2019 und bedankt sich auch für die tolle Unterstützung der mitgereisten Fans. 

Das sich auf einer Weltmeisterschaft aus Deutschland auch mal einer bis ins Halbfinale vorkämpfen kann, den man anfangs vielleicht nicht unbedingt auf der Medaillenrechnung hatte, bewies am vorherigen Wettkampftag Iordanis Konstantinidis eindrucksvoll. In spannenden Kämpfen, die teilweise in der allerletzten Sekunde entschieden wurden, zeigte Iordanis eine eindrucksvolle Leistung.

Diese wurde auch von den höchsten Männern der Sportpolitik, Dr. Thomas Bach (IOC-Präsident) und Dr. Choue (WT-Präsident) gewürdigt und beglückwünscht. Die feierliche Siegerehrung am Abschlusstag der Weltmeisterschaft war ein schöner Moment für alle, die zu dieser Medaille beigetragen haben. Ein Dank an dieser Stelle für die Arbeit und Unterstützung der Heimtrainer Demirhan Aydin und Reinhard Langer, sowie dem gesamten Betreuerteam vor Ort. Herren-Chefbundestrainer Georg Streif resümiert: "Jordanis hat es mit eisernem Willen geschafft, diese Medaille zu gewinnen. Teilweise schaffte er das fast unmögliche und konnte in den letzten 1,7 Sek. 4 Punkte erzielen. So eng liegt oft Sieg u. Niederlage zusammen." 


Ein ausführlicher Gesamtbericht, sowie weitere Bilder werden zeitnah veröffentlicht.