Voneinander lernen - BKL in Nürnberg

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Unter dem Motto #ComeTogetherTrainTogether fanden in der Vergangenheit schon einige Maßnahmen der Deutschen Taekwondo Union statt, bei dem verschiedene Trainingsbereiche erfolgreich miteinander kombiniert werden konnten. Dank der optimalen technischen und räumlichen Bedingungen im Bundesstützpunkt Nürnberg können neben den vielen praktischen Trainingseinheiten auch immer wieder intensive Theorieeinheiten durchgeführt wurden.

Am vergangenen Wochenende fand unter der Leitung von Nachwunchsbundestrainer Marco Scheiterbauer und Bundeskampfrichterreferent Abdullah Ünlübay wieder eine solch erfolgreiche Kombination zweierlei Maßnahmen statt. 

Die Jugend-Nationalmannschaft, mit Gästen aus Slowenien, absolvierte im Bundesstützpunkt eine letzte Vorbereitungsmaßnahme vor den anstehenden Slovenia Open. Intensiv waren die Einheiten auch dank des anwesenden Athletiktrainers Tasso Karamitos, der die jungen Athleten noch einmal in Sachen „Speed-Training“ ordentlich auf die Matte bat. Intensiv war die Maßnahme aber letztlich auch durch die Testmatches, die explizit für den zeitgleich stattfindenden Bundeskampfrichterlehrgang durchgeführt wurden. Die Kombination aus Theorie- und unmittelbarer Praxisanwendung gemeinsam mit den Top-Nachwuchssportlern aus Deutschland sorgte bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ein positives Feedback. „Der Bundeskampfrichterlehrgang in Nürnberg war von einer absolut tollen Team-Atmosphäre gekennzeichnet. Es war einfach schön nicht nur KR-Kollegen, sondern viele Bekannte und Freunde wiederzusehen. Inhaltlich war neben der Theorie vor allem der praktische Teil mit Stationsbetrieb interessant. Besonderer Höhepunkt war aber die Zusammenarbeit mit dem Jugendnationalteam (und den Gästen aus Slowenien). In punkto Stresslevel und Praxisnähe ein deutlicher Zugewinn, der auch in Zukunft forciert werden sollt“ resümierte Bundeskampfrichter Stev Brauner nach der Maßnahme. 

  

Insgesamt nahmen 31 Bundeskampfrichter, sowie 4 Anwärter und zwei Mitglieder vom bayrischen Landesverband an der Maßnahme teil. „Die Bundeskampfrichter haben wirklich gute Leistungen während des Lehrgangs gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Maßnahme“, berichtete Bundeskampfrichterreferent Abdullah Ünlübay aus Nürnberg. 

Das solch eine Maßnahme reibungslos und ohne störende Zwischenfälle durchgeführt werden kann, ist zum Einen der Verdienst der hochmotivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zum Anderen aber auch das Resultat der professionellen Organisation solcher Maßnahmen von Bundesstützpunktleiter Hasim Celik. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die vorbildliche Arbeit. 

Zum Abschluss der Testmatches analysierte Nachwuchsbundestrainer Marco Scheiterbauer die Ergebnisse der Wettkämpfe. 

Marbele Pfaff präsentierte sich als beste weibliche Athletin während ihrer Kämpfe. Sie gewann alle Drei Wettkämpfe und erzielte hier sensationelle 57 Punkte.

 

 

 

Bester männlicher Athlet war, ebenfalls mit Drei gewonnen Kämpfen, Owen Kisskalt. Er erzielte insgesamt 37 Treffer. 

Herzlichen Glückwunsch. 

 

 

 

Nachwuchsbundestrainer Marco Scheiterbauer nutzte den Lehrgang in Nürnberg ebenso zur Benennung einer neuen Mannschaftsführung. Jeweils ein weiblicher und ein männlicher Athlet erhält die vertrauensvolle Aufgabe, als Kapitän/Kapitänin das Team anzuführen. Unterstützt durch einen jeweiligen Vertreter/Vertreterin lernen die Sportlerinnen und Sportler bereits im Nachwuchs-Bereich Verantwortung für ein Team zu übernehmen und in sich in Sachen „Leadership“ weiterzuentwickeln. 

Wir gratulieren Anya Kisskalt (Kapitänin) und Furkan Kücüksungur (Kapitän), sowie Viviana Valentino (Co-Kapitänin) und Joshua Jürgens (Co-Kapitän) zur Wahl in den Mannschaftsrat. 

   

Sportpsychologisch begleitete Werner Mickler den Lehrgang der Nachwuchsathleten. Seit einiger Zeit arbeitet das Team nun schon mit dem Sportpsychologen zusammen, damit unsere Athletinnen und Athleten auch in Sachen mentaler Stärke und Stressbewältigung (vor-/während/nach Wettkämpfen) noch mehr aus sich herausholen können. Erste Erfolge im profesionellen Umgang mit diesem so wichtigen Thema lassen sich bereits erkennen. Der Weg zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris kann für einige dieser jungen Athletinnen und Athleten bereits begonnen haben. 

Beim Stichwort "Paris 2024" sei an dieser Stelle noch ein neues Projekt zu erwähnen, was die DTU in einem kleinen Pilotprojekt für die Olympischen Spiele in Tokio bereits gestartet hat, aber auf ein langfrisitges Projekt für die Olympischen Spiele in Paris 2024 hinsteuert. Gemeinsam mit der Technischen Universität München hat die Deutsche Taekwondo Union angefangen, Gegner-Daten mithilfe eines ausgereiften Software-Systems zu analysieren, auszuwerten und den Trainern unmittelbar am Wettkampftag zur Gegnerbewertung zur Verfügung zu stellen. Anhand dieser Gegner-Daten können dann Trainer und, wenn gewünscht, auch Sportler den nächsten Gegner anhand bestimmter Parameter (z.B. 90% seiner Punkte macht er mit dem linken Bein, er/sie kämpft stets offensiv, er punktet häufig mit Fauststoß) einschätzen und sogar Informationen über seine heutige Wettkampfleistung abrufen (z.B. heute weicht er um xy-% von seiner Normalanalyse ab). 

In Nürnberg nutzte Klaus Haggenmüller, der dieses Projekt an der TU München federführend begleitet, die Gelegenheit, das Projekt während der Testmatches zu testen und weiterzuentwickeln. 

Ein tolles, spannendes und hochinteressantes Projekt, worüber wir in der DTU zeitnah detaillierter berichten werden. 

 


 

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