Motiviert geht der Olympiakader die nächsten Schritte in Richtung Tokyo

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Nach der erfolgreich abgeschlossenen Asienreise geht es für den Olympiakader schlag auf schlag weiter im Qualifikationswettbewerb für die Olympischen Spiele in Tokyo. Zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Großevents wird der Olympiakader nun zu bewältigen haben. Vom Grand Prix in Sofia/Bulgarien (18.-20. Oktober), geht es für die Sportsoldaten direkt zu den Military World Games nach Wuhan/China (23.-26. Oktober). Eine körperliche und mentale Herausforderung wird diese Reise für unsere Sportler und Trainer.

12 Sportler aus Deutschland unter den besten 32 der Welt

 

Beim kommenden Grand Prix in Sofia (G-4) und bei den anschließenden Military World Games in Wuhan (G-2) winken im besten Fall 60 Punkte für unsere Sportler. Insgesamt 12-Teilnehmer (4 Herren und 8 Damen) haben die Einladung vom Weltverband aufgrund ihrer guten Weltranglistenposition zum Grand Prix bekommen. Denn auch in Sofia sind nur die besten 32 der aktuellen olympischen Rangliste startberechtigt. Bei den Herren gehen Jordanis Konstantinidis (-68Kg), Tahir Gülec (-80Kg), Alexander Bachmann (+80Kg) und Cem Ünlüsoy (+87Kg) auf die Fläche. Die deutschen Damen sind sogar so gut positioniert, dass in jeder Gewichtsklasse 2 Athletinnen die Hürde der besten 32 geschafft hat.

„Es freut mich, dass wir in Sofia so stark vertreten sind. Viele meiner Sportlerinnen haben zuletzt bei den G-1 Turnieren in Polen und Riga auch die 40-Punkte-Marke * vollgemacht. Das zeigt, dass wir sehr gut arbeiten und immer wieder auf dem Podest sind. Die interne Konkurrenz ist für mich als Trainerin im Hinblick auf Olympia von Vorteil und ich muss sagen, ich sehe aktuell noch keinen für die kontinentale Qualifikation im April 2020 gesetzt. Es ist noch alles offen und jeder hat noch die Chance, sich zu empfehlen,“ Bundestrainerin Yeonji Kim über die aktuelle Situation im Damen-Kader.

Die Damen in Sofia: Ela Aydin und Süheda Güler (-49Kg), Anna-Lena Frömming und Madeline Folgmann (-57Kg), Vanessa Körndl und Celine Schmidt (-67Kg), Yanna Schneider und Lorena Brandl (+67Kg). 

 

„Realistisch betrachtet hat nur noch einer unserer Sportler die Möglichkeit, sich über die Weltrangliste direkt zu qualifizieren. Dennoch ist es im Hinblick auf die kontinentale Qualifikation enorm wichtig, weiterhin möglichst viele Weltranglistenpunkte zu sammeln. Je mehr Punkte die Sportler noch bis April 2020 erkämpfen, desto besser werden sie dann auf dem so wichtigen Qualifikationsturnier gesetzt. Darum fahren wir auch weiterhin dieses hohe Turnierpensum mit unseren Sportlern,“ erläutert Sportdirektor Holger Wunderlich die aktuelle Ranglistensituation.

 

Deutschland reist zuversichtlich den „Olympischen Spielen der Sportsoldaten“ nach Wuhan

 

Zu den Military World Games (18. – 27. Oktober) reist Deutschland mit einem starken 14-köpfigen Team. Das G-2 Turnier kann man auch als „Die Olympischen Spiele der Sportsoldaten“ beschreiben, welche vom weltweiten Militärsport-Verband CISM (Conceil international du sport Militaire) alle 4 Jahre organisiert werden. 10.000 Sportsoldaten aus 140 Nationen werden in 27 verschiedenen Disziplinen in China gegeneinander antreten. Die Taekwondo-Wettbewerbe finden vom 23. – 26. Oktober statt. Angeführt wird die Mannschaft von Teamcaptain Carina Schwarz, stellvertretende Sportfördergruppenleiterin Sonthofen. Für die sportliche Betreuung vor Ort ist Bundestrainer-Bundeswehr Sergej Kolb, sowie Herren-Chefbundestrainer Georg Streif zuständig. Eine ebenso wichtige Arbeit wie die Sportler auf der Fläche, werden auch wieder unsere Kampfrichter Savas Gürüz und Uwe Neumann leisten. 

„Die Vorbereitung läuft aktuell sehr gut. Ich bin sehr zufrieden mit den Trainingseinheiten und der Einstellung der Athleten. Sie wissen, dass die Military World Games etwas Besonderes sind. Ich denke, alle werden in China ihre bestmögliche Leistung geben, damit wir unser Ziel von der ein oder anderen Medaille erreichen werden. Ich freue mich auf die Maßnahme und bin stolz die Bundeswehr in Wuhan präsentieren zu können. Es wird eine große Herausforderung für die Athleten, nach dem Grand Prix in Sofia auch in China top fit auf der Fläche zu stehen. Die Zeitumstellung und die nur sehr kurze Akklimatisierungszeit gilt es neben dem allgemeinen Wettkampfstress in Wuhan zu bewältigen. Doch ich denke unsere Sportler sind diese Anstrengungen mittlerweile gewohnt, sodass jeder für sich einen Weg findet, damit umzugehen,“ meint Bundestrainer-Bundeswehr Sergej Kolb zu den bevorstehenden Maßnahmen.

 

Unsere Teamaufstellung für die 7th CISM Military World Games Wuhan/China

 

 

 


*Der Weltverband hat das Punktesammeln bei G-1 Turnieren mit einer Grenze von 40-Punkte beschränkt, sodass Chancengleichheit für die Nationen herrscht. Sammelt ein Sportler mehr als 40 Punkte, werden diese nicht mehr zum olympischen Ranking hinzugezählt.