Keine Medaille für Deutschland beim ersten diesjährigen Grand Prix



Beim ersten Grand Prix in diesem Jahr musste das deutsche Team leider ohne Medaille nach Hause fliegen. Die sieben Damen und vier Herren rund um Bundestrainer Balazs Toth und Marco Scheiterbauer konnten sich bei dem G6-Turnier in Rom nicht gegen die starke internationale Konkurrenz durchsetzen. Lorena Brandl und Süheda Celik verpassten die Medaillenränge nur knapp und mussten sich mit Platz 5 zufrieden geben.

Am ersten Wettkampftag war für alle deutschen Athlet:innen spätestens im Achtelfinale Endstation. Imran Özkaya (Herren -68 kg), frischgebackener EM Bronze-Medaillengewinner, konnte seinen Auftaktkampf gegen Lovre Brecic aus Kroatien mit sehenswerten Kopftreffern für sich entscheiden. Trotz starker kämpferischer Leistung gelang es ihm dann jedoch nicht den Spanier Joan Jorquera Cala zu bezwingen.

Auch Anna-Lena Frömming (Damen -57 kg) startete mit einem Sieg über Mexiko in das Turnier. Leider traf sie in der zweiten Runde das Los-Pech, sodass sie bereits im Achtelfinale der amtierenden Olympiasiegerin Anastasija Zolotic aus den USA gegenüberstand und sich gegen diese starke Konkurrentin geschlagen geben musste.

Madeline Folgmann (Damen -57 kg) verlor ihren Auftaktkampf gegen Marta Calvo Gomez aus Spanien. Auch Iordanis Konstantinidis (Herren -58 kg) musste sich im ersten Kampf mit 1:2 gewonnenen Runden gegen Cesar Rodriguez aus Mexiko geschlagen geben. Eduard Drewlau (Herren -68 kg) konnte leider verletzungsbedingt nicht am Grand Prix teilnehmen.

 

Am zweiten Tag gab es mit Lorena Brandl (Damen +67 kg) es die erste Hoffnung auf eine Medaille. Lorena konnte sich souverän gegen Norwegen durchsetzen und gewann ebenfalls sehr souverän gegen Madelynn Gorman-Shore aus den USA, zweifache pan-amerikanische Meisterin. Im Medaillenkampf musste sich Lorena dann schließlich gegen die vierfache Asien-Meisterin, Weltmeisterin und Vize-Olympiasiegern Dabin Lee aus Korea geschlagen geben.

Nach einem Sieg gegen Usbekistan musste sich Alexander Bachmann (Herren +80 kg) gegen den Olympiasieger von 2016, Cheick Sallah Cissé aus der Elfenbeinküste geschlagen geben. Dieser gewann später die Silbermedaille.

Vanessa Körndl (Damen -67 kg) fand gegen die Serbin Aleksandra Perisic nicht die richtigen Mittel, um den Kampf für sich zu entscheiden und verlor so ihren Auftaktkampf. Auch Celine Yagussevich (Damen -67 kg) fand nicht richtig ins Turnier und verlor gegen die zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Ruth Gbagbi aus der Elfenbeinküste.

 

Auch am dritten Tag  konnte sich das deutsche Team Hoffnungen auf eine Medaille machen. Süheda Güler (Damen -49 kg) startete mit zwei starken Siegen in das Turnier. Nach einem sehr souveränen Sieg gegen die Ukraine, zeigte Süheda auch gegen die vierfache Europameisterin und mehrfache Grand Prix und Weltmedaillengewinnerin Rükiye Yildirim aus der Türkei eine grandiose Leistung und gewann mit 2:0 Runden. Im Viertelfinale wurde sie dann schließlich von der Mexikanerin Daniela Paola Souza gestoppt, sodass auch Süheda die Medaille knapp verpasste.

Ela Aydin (Damen -49 kg) konnte nicht an ihre starke Leistung von der EM vor zwei Wochen anknüpfen. Sie gewann ihren Auftaktkampf gegen Griechenland sehr souverän und musste sich dann gegen die Kroatin Lena Stojkovic geschlagen geben.

 

„Die Damen haben einen guten Schritt nach vorne gemacht und gezeigt, dass sie einen berechtigten Platz in der Welt-Elite haben. Besonders hervorheben möchte ich Süheda und Lorena, die beide jeweils zwei sehr gute Kämpfe für sich entscheiden konnten und erst ihren Medaillenkampf trotz guter Leistungen verloren.“, so Balazs Toth, Bundestrainer Damen. „Ich bin mir sicher, dass wir bei den kommenden Grand Prixes in diesem Jahr die erste Medaille nach Hause bringen werden. Wir brauchen nur noch etwas mehr Zeit, um einen großen Schritt nach vorne zu machen und zu zeigen, dass unser aktuelles System funktioniert. Nach meiner Erfahrung dauert es ca. 10 Monate, um eine große Veränderung im Team erreichen zu können. Auch an die neuen Regeln müssen sich die Athletinnen noch ein wenig gewöhnen.“

Der nächste Grand Prix findet vom 2.-4. September in Paris statt.

Die Poollisten inkl. Ergebnisse gibt es auf der World Taekwondo Homepage. Außerdem gibt es alle Kämpfe als Video auf Youtube:

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