Kadetten-EM 2019: Bericht Tag 1, 2 und 3

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Bei der Europameisterschaft-Kadetten im spanischen Marina D’Or (01.-03.Oktober) geht Deutschland mit 11 Teilnehmern an den Start. Unmittelbar nach den Kadetten gehen die Jugendlichen (4.-06. Oktober) auf die Fläche und kämpfen ebenfalls um die Europaschaftsmedaillen.

Kadetten-EM 2019 in Marina D´Or

Ein Team aus 7 weiblichen und 5 männlichen Kadetten ist in dieser Woche nach Spanien gereist, um in dem Urlaubsort Marina D´Or die Kämpfe um die Europameisterschaftsmedaillen auszutragen. 

Betreut wird das Team vor Ort von Bundestrainer Marco Scheiterbauer, sowie den Disziplin-Bundestrainern Özer Gülec, Nurettin Yilmaz und Boris Winkler. Für die medizinische Betreuung ist Physiotherapeut Wolfgang Berwanger im Einsatz.

Erneut Bronze für Deutschland an Tag 3 der U15-EM

Am dritten und letzten Tag konnte Adiba Asimi (-47kg) eine weitere Bronzemedaille für das deutsche Team erkämpfen. Ihren ersten Kampf gegen Bosnien und Herzegowina kann sie bis zum Schluss problemlos kontrollieren und gewinnt mit 14:4. Auch ihr Achtelfinale gegen die Türkei geht Adiba von Anfang an offensiv an und kann schnell in Führung gehen. Sie kämpft auch hier sehr konzentriert und kontrolliert und kann dem Druck der Türkin ohne Probleme standhalten, sodass sie mit 23:14 in die nächste Runde einzieht. Im Viertelfinale steht Adiba einer starken Russin gegenüber. In der ersten Runde kann sie jedoch bereits durch fünf Punkte mit der Faust in Führung gehen. Durch eine hervorragende taktische Leistung hält sie ihren Punktevorsprung bis zur dritten Runde. Durch einige gute Aktionen der Russin geht diese jedoch in der dritten Runde kurzzeitig in Führung. Es bleibt spannend bis Adiba den Kampf am Ende mit 16:14 für sich entscheidet. Das Halbfinale gegen Kroatien beginnt sehr ausgeglichen, wobei die Kroatin die deutlicheren Treffer erzielen kann und direkt in der ersten Runde mit 6:8 in Führung geht. Adiba bleibt sehr aktiv und versucht den Rückstand aufzuholen, wobei ihr einige schöne Kopftreffer gelingen. Adibas toller Kampfgeist wird leider nicht belohnt und sie muss sich am Ende mit 19:34 geschlagen geben.

 

Einen starken fünften Platz erreicht Furkan Cavga (-61kg). In seinem ersten Kampf gegen Zypern gelingt es ihm von Beginn an seinen Gegner zu kontrollieren und klare Treffer, darunter einige schöne Kopftreffer, zu erzielen. Mit einem Punktestand von 23:9 zieht er ins Achtelfinale ein. Der Kampf gegen Litauen beginnt mit einem verhaltenen Abtasten von beiden Seiten. In einem recht ausgeglichenen Kampf, schafft es Furkan die deutlicheren Treffer zu erzielen, sodass er mit 9:7 als Sieger hervorgeht. Im Medaillenkampf findet Furkan nicht die richtigen Mittel, um an seinen bulgarischen Gegner ranzukommen. Ab der zweiten Runde findet er besser in den Kampf, doch der Bulgare kann seine Führung bis zum Endstand von 10:30 weiter ausbauen. 

 

Einen sehenswerten und actionreichen Kampf liefert sich Noah Chan (-53kg)mit seinem französischen Gegner. Viele Drehtechniken und Kopftreffer werden von beiden Seiten gezeigt, sodass bereits in der ersten Runde viele Punkte fallen und Noah mit 21:14 vorne liegt. Der von Noahs sehr offensivem Kampfstil überraschte Franzose kämpft in der zweiten Runde konzentrierter und kann auf 30:27 verkürzen. Auch in der dritten Runde schenken sich beide Kämpfer nichts. Der Franzose kann in Führung gehen und Noah fehlt am Ende ein wenig die Kraft, um seinen Rückstand noch aufzuholen. Er verliert trotz toller Leistung mit 31:39. 

 

BRONZE FÜR DEUTSCHLAND AN TAG 2

Roja Rezaie (-55kg) gewinnt die erste Medaille für die DTU. Nach einem Freilos steht sie im Achtelfinale Moldawien gegenüber. Von Beginn an gestaltet Roja den Kampf sehr offensiv und setzt ihre Gegnerin unter Druck. Der Kampf endet vorzeitig in der zweiten Runde mit 21:3. Das Vierteilfinale gegen Russland ist ein Kampf auf Augenhöhe. Beide Kämpferinnen schenken sich nichts und der Kampf verläuft sehr ausgeglichen, doch Roja schafft es in der zweiten Runde mit 5:3 in Führung zu gehen. Diese Führung kann sie bis zum Endstand von 9:8 verteidigen und sichert sich somit die Bronzemedaille. Im Halbfinale steht Roja der späteren Europameisterin aus Weißrussland gegenüber. Auch hier gestaltet sich der Kampf zunächst sehr ausgeglichen. Die Weißrussin hat eine sehr gute Deckung, sodass ein Durchkommen bei ihr schwierig ist. Nach zwei ausgeglichenen ersten Runden, kann die Weißrussin in der dritten Runde innerhalb eines Schlagabtauschs gleich mehrere Kopftreffer erzielen, sodass Roja einem hohen Rückstand hinterherlaufen muss. Trotz eines beherzten Kampfes bis zum Schluss kommt sie nicht mehr an ihre Gegnerin ran. Der Kampf endet mit einem Punktestand von 5:25.

Wir gratulieren Roja ganz herzlich zur gewonnenen Bronzemedaille!

 

Julika Zimmerling (-55kg) verpasst ganz knapp eine Medaille. Ihren ersten Kampf gegen Serbien kann sie von Beginn an dominieren. Julika geht bereits früh in Führung und kann ihren Punktevorsprung bis zum Endestand von 31:10 weiter ausbauen. Das Achtelfinale gegen ihre Gegnerin aus dem WTE Flüchtlingsteam beginnt von beiden Seiten eher verhalten, Julika schafft es jedoch die klareren Treffer zu setzen und in Führung zu gehen. In der letzten Runde versucht ihre Gegnerin viel Druck zu machen, doch Julika kontert die Angriffe geschickt aus und gewinnt den Kampf so mit 23:7. In einem spannenden Medaillenkampf gegen Dänemark muss Julika bis zum Ende einem knappen Rückstand hinterherlaufen. Durch tollen Kampfgeist gelingt es ihr kurz vor Schluss gegen die große Dänin mit 10:9 in Führung zu gehen. In der allerletzten Sekunde landet die Dänin schließlich noch eine Kopftreffer. Julika verliert somit denkbar knapp mit 10:12 und verpasst haarscharf eine Medaille. 

 

Zwei mal erkämpft Deutschland Platz 5 an Tag 1

 

Eine konstant starke Leistung wird bei Daniel Drosdowski (-41kg) leider nicht mit einer Medaille belohnt. In einem spannenden Kampf gegen die Türkei geht Daniel zunächst mit 5:0 in Führung, muss dann jedoch in der dritten Runde einem Rückstand hinterherlaufen. Beide Kämpfer zeigen eine tolle Leistung und schenken sich nichts bis die dritte Runde mit einem Gleichstand von 15:15 zu Ende geht. In einer packenden vierten Runde kann Daniel den Golden Point landen und zieht ins Achtelfinale ein. Hier wartet ein starker Spanier auf den Friedrichshafener. Beide Kämpfer gestalten den Kampf sehr taktisch und tasten sich gegenseitig ab. Nach ausgeglichenen zwei Runden geht Daniel am Ende in Führung und entscheidet den Kampf mit 12:8 für sich. Auch das Viertelfinale gegen den späteren Europameister aus Russland gestaltet sich zunächst ausgeglichen. Daniel zeigt erneut eine starke taktische Leistung, doch fehlt am Ende gegen den stabil stehenden Russen das letzte bisschen Durchsetzungskraft. Mit einem Endstand von 16:23 belegt Daniel einen starken fünften Platz

Nach einem Freilos zeigt Emily Kunz (-33kg) einen starken Auftritt gegen ihre türkische Gegnerin im Achtelfinale. Durch klare Treffer zum Kopf und zur Weste kann sie ihren Punktvorsprung immer weiter ausbauen und entscheidet den Kampf in der dritten Runde vorzeitig mit 27:5 für sich. Im Viertelfinale steht sie einer technisch sehr starken Spanierin gegenüber, gegen die sie schon nach wenigen Sekunden in Rückstand gerät. Trotz Kampfgeist bis zur letzten Sekunde muss sich Emily gegen ihre starke Gegnerin mit 19:49 geschlagen geben und belegt damit ebenfalls Platz 5.

Medina Karaoglan (-37kg) steht direkt im ersten Kampf der russischen Silbermedaillen-Gewinnerin aus dem letzten Jahr gegenüber. Beide Kämpferinnen starten sehr aktiv in die erste Runde, wobei die gelenkige Russin einige Kopftreffer landen kann. Medine versucht alles, um den Rückstand aufzuholen, doch die Russin setzt geschickte Konter und kann ihren Vorsprung zum Endstand von 1: 23 weiter ausbauen.

Eine starke Aufholjagd wird bei Dilan Durgun (-41kg) leider nicht belohnt. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde muss die junge Verlerin einem Rückstand gegen ihre ungarische Gegnerin hinterherlaufen. Dilan zeigt bärenstarken Kampfgeist und startet eine klasse Aufholjagd, sodass es nach der dritten Runde 28:28 steht. In der vierten Runde kann die Ungarin unglücklicherweise den Golden Point landen.

Victor Husrev (-37kg) muss sich knapp mit 16:23 gegen Polen geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen und von beiden Seiten eher zurückhaltenden ersten Runde, gestaltet Victor den Kampf aktiver und offensiver, läuft dabei jedoch in den Konter des Polen. Trotz guter Leistung kann Victor den Rückstand am Ende nicht aufholen. 

 


Fotos: Peter Bolz