Jugend-EM 2019: Tag 1, 2 und 3

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Die vierte Bronzemedaille für Deutschland an Tag 3

 

Viviana Valentino (-63kg) sichert die vierte Bronzemedaille für das deutsche Team. Viviana startet mit ihrem Kampf gegen die Türkei gut in das Turnier. Sie kann schnell in der ersten Runde in Führung gehen und lässt sich im Kampfverlauf trotz Druck der Türkin nicht aus der Ruhe bringen. Sie kämpft sehr kontrolliert und gewinnt deutlich mit 11:0. Auch ihr Achtelfinale gegen Spanien geht Viviana von Beginn an ruhig und sehr konzentriert an. Sie kämpft taktisch klug und geht in der ersten Runde mit 6:2 in Führung. Die Spanierin kann einige Punkte mit der Faust erzielen und schließlich auf 10:10 ausgleichen. Viviana setzt sich jedoch durch und gewinnt den Kampf mit 14:10. Im Medaillenkampf gegen Russland zeigt Viviana erneut eine starke Leistung und erzielt einige schöne Kopftreffer. Mit einem deutlichen Sieg (17:2) sichert sie sich die Bronzemedaille. Im Halbfinale steht sie dann der zweifachen Europameisterin aus Russland gegenüber. Diese kann frühzeitig mit einigen Kopftreffern deutlich in Führung gehen, sodass sich Viviana vorzeitig mit 2:32 geschlagen geben muss. 

 

Souverän startet auch Joshua Jürgens (-73kg)zunächst in das Turnier. Seinen Kampf gegen Zypern gewinnt er vorzeitig in der zweiten Runde mit 37:3. Sein Gegner kämpft sehr offensiv und ungestüm, doch Joshua kann gut dagegen halten und nutzt dabei die offene Deckung des Zyprioten, um zu punkten. Auch im Achtelfinale gegen Schweden zeigt Joshua eine starke Leistung. Er demonstriert seine Variabilität zur Weste und zum Kopf und behält dabei jederzeit die Kontrolle über den Kampf. Mit einem deutlichen Sieg (21:5) zieht er ins Viertelfinale ein. Die erste Runde gegen einen starken Russen verläuft relativ ausgeglichen, doch der Russe kann kurz darauf einige Kopftreffer erzielen. Joshuas Angriffe sind nicht konsequent genug, sodass er den Kampf mit 2:23 verliert.

 

Einen starken Kampf gegen Weißrussland zeigt Abdullah Ciftci (-78kg). Durch überlegte Aktionen und klare Treffer zur Weste geht er früh in Führung. Auch seine Deckung ist sehr gut, wodurch der Weißrusse keine Punkte erzielen kann. Abdullah gewinnt den Kampf souverän mit 15:1 und zieht ins Achtelfinale ein. Auch hier zeigt er einen taktisch einwandfreien Kampf gegen Bosnien und Herzegowina, macht klare Treffer und lässt seinen Gegner nicht an sich rankommen. Bereits in der zweiten Runde entscheidet er den Kampf vorzeitig mit 22:1 für sich. Im Medaillenkampf wartet schließlich ein starker Russe auf ihn. Nach einem frühen Rückstand findet Abdullah nicht die Mittel, um an den Russen ranzukommen und verliert mit 1:17. 

 

Lea Minnie (-68kg) startet nach einem Freilos überlegt und kontrolliert in den Kampf gegen Spanien und kann in der ersten Runde mit 3:2 in Führung gehen. Beide Kämpferinnen zeigen einen taktisch klugen Kampf, doch die Spanierin kann in der zweiten Runde zum 5:5 ausgleichen. In der dritten Runde kämpft Lea sehr offensiv, läuft dabei aber in den Konter der Spanierin und muss sich am Ende knapp mit 9:12 geschlagen geben.

 

 

 

Bronze an Tag 2 für Laura Goebel

 

Laura Goebel (-52kg) kann die dritte Bronzemedaille für Deutschland bei der U18 EM holen. Sie startet von Beginn an gut in das Turnier und kann ihren ersten Kampf gegen Aserbaidschan souverän mit 17:3 für sich entscheiden. Im Achtelfinale gegen Italien liegt Laura zunächst zurück, kann in der zweiten Runde durch einen Kopftreffer jedoch in Führung gehen. Sie hält dem Druck der Italienerin gut stand und geht aus dem Kampf mit 9:6 als Siegerin hervor. In ihren Medaillenkampf gegen Kroatien findet sich Laura zunächst nicht gut ein. Nach der ersten Runde liegt sie mit 0:6 hinten. Die große Kroatin stört Lauras Angriffe mit ihren langen Beinen, sodass Laura keine Treffer erzielt. Erst zum Ende der zweiten Runde kann sich Laura umstellen und findet die richtigen Mittel, um den Kampf zu drehen. Nach einer tollen Aufholjagd steht es kurz vor Schluss 10:10. Laura behält die Nerven und erzielt den entscheidenden Siegtreffer zum 12:10. Damit ist ihr die Bronzemedaille sicher. Im Halbfinale steht Laura einer starken Türkin gegenüber. Die erste Runde gestaltet sich recht ausgeglichen, doch die Türkin geht in Führung und kann diese bis zum Endstand von 11:25 weiter ausbauen.

Spektakuläre Kämpfe zeigt Antonios Andreopoulos (-59kg) und verpasst denkbar knapp eine Medaille. In den ersten Kampf gegen Schweden starten beide Kämpfer sehr aktiv und zeigen sehenswerte Drehkicks und Kopftreffer. Nach einem kleinen Rückstand kann Antonios den Kampf schließlich an sich reißen und gewinnt mit 30:25. Auch im Achtelfinale gegen die Ukraine liegt Antonios nach der ersten Runde zunächst mit zwei Punkten hinten. Er geht selbstbewusst und aggressiv in die zweite Runde und kann mit klaren Treffern mit 17:6 gegen den Ukrainer gewinnen. Im Viertelfinale gegen Frankreich wird Antonios hervorragende Aufholjagd leider nicht belohnt. Der schnelle Franzose erzielt in der ersten Runde einige Kopftreffer und geht mit 2:12 in Führung. Antonios zeigt tollen Kampfgeist und kann dank einer starken Aufholjagd kurz vor Kampfende zum 18:18 ausgleichen. In der allerletzten Sekunde gelingt dem Franzosen der Siegtreffer und Antonios verpasst unglücklich eine Medaille.

Lena Unrau (-59kg) startet stark in ihren ersten Kampf gegen Serbien und führt bereits nach der ersten Runde mit 13:0. Sie erzielt schöne Treffer zur Weste sowie zum Kopf und gewinnt souverän mit 15:1. Ihr Achtelfinale gegen die Türkei ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einer punktlosen ersten Runde, kann Lena die zweite Runde mit 2:1 für sich entscheiden. In der dritten Runde gelingt der Türkin ein Kopftreffer zum Sieg, sodass Lena unglücklich aus dem Turnier ausscheidet.

Jona Pörsch (-68kg) startet sehr konzentriert in seinen Kampf gegen Griechenland. Der Kampf ist bis zum Schluss sehr ausgeglichen, doch Jona kann mit 8:7 als Sieger hervorgehen. Das Losglück war diesmal nicht auf Jonas Seite: Bereits im Achtelfinale steht er dem amtierenden Jugend-Weltmeister aus Aserbaidschan gegenüber. Der große Aserbaidschaner nutzt den Vorteil seiner langen Beine sehr gut aus und geht durch einige Kopftreffer schnell in Führung. Mit seinem Vorderbein kann er den Kampf nun gut kontrollieren, sodass Jona nicht an ihn rankommt und sich mit 5:27 geschlagen geben muss.

Franziska Drucklieb (-55kg) muss sich im ersten Kampf gegen Russland geschlagen geben. Der Kampf ist bis zum Ende sehr ausgeglichen. Beide Kämpferinnen zeigen gute Aktionen. Kurz vor Schluss steht es 17:18 für die Russin, doch Franziska fehlt am Ende die Kraft, um den Kampf noch für sich zu entscheiden.

Ebenfalls im ersten Kampf scheidet Leon Kaplan (-63kg) gegen Armenien aus. Beide Kämpfer gehen die erste Runde sehr verhalten an, sodass keine Punkte fallen. Die zweite Runde beginnt dann von beiden Seiten deutlich aktiver und aggressiver und Leon kann zwei schöne Kopftreffer erzielen. Der Armenier geht jedoch mit seiner starken rechten Faust in Führung. In der dritten Runde erzielt der Armenier schließlich noch einen Kopftreffer und Leon verliert den Kampf mit 13:16.

Ebenfalls für Deutschland täglich auf der Matte ist unser deutscher Kampfrichter Mario Thielemann. Auch er leistet wichtige Arbeit für die Representanz unseres Landes bei den Europameisterschaften in Spanien. 

 

Zwei Mal Bronze für Deutschland an Tag 1

 

Der erste Tag der U18 EM in Marina D’Or (Spanien) geht mit zwei Bronzemedaillen für das deutsche Team zu Ende. 

Supharada Anya Kisskalt (-49kg) kann ihren ersten Kampf gegen die Ukraine vorzeitig in der zweiten Runde mit 24:2 gewinnen. Auch in ihr Achtelfinale gegen Schweden geht Anya mit einer tollen Körpersprache. Sie beginnt den Kampf direkt aggressiv und offensiv und kann so schnell einige schöne Kopftreffer erzielen. Ihre Führung baut sie bis zum Endstand von 24:7 konstant weiter aus. Im Viertelfinale gegen Russland zeigt die Nürnbergerin erneut ihren stabilen, kontrollierten Kampfstil und ihre hervorragende Variabilität zur Weste und zum Kopf. Auch diesen Kampf gewinnt sie souverän mit 27:15 und sichert sich damit hochverdient die Bronzemedaille. Im Halbfinale steht sie der amtierenden U21 und U18 Europameisterin aus Spanien gegenüber. Die erste Runde geht ausgeglichen mit 5:5 zu Ende. Beide zeigen tolle Aktionen und Kopftreffer, doch die starke Spanierin kann in Führung gehen. Anya gibt bis zum Ende alles, muss sich jedoch mit 14:27 geschlagen geben. 

Auch Luca Sendrei (-45kg) erkämpft sich die Bronzemedaille. Im ersten Kampf gegen einen taktisch geschickten Israeli gerät er früh in Rückstand, kann diesen jedoch mit tollem Kampfgeist aufholen. Den Siegtreffer zum 18:16 erzielt Luca in der letzten Sekunde.  Auch im Viertelfinale gegen Kroatien liegt Luca zunächst zurück und kann keine klaren Treffer erzielen. Erst in der dritten Runde geht er mit zwei spektakulären Kopftreffern in Führung und gewinnt den Kampf mit 14:12. Damit ist ihm Bronze sicher. In seinen Halbfinalkampf gegen Bulgarien findet sich Luca sehr gut ein und kann die ersten beiden Runde seine Führung halten. Dem hohen Druck des Bulgaren hält er zunächst gut stand, lässt sich in der dritten Runde dann jedoch mehrfach von der Kampffläche drängen. Der Bulgare kann schließlich ausgleichen und sogar in Führung gehen. Luca schafft es nicht, den Kampf wieder zu kontrollieren und verliert mit 16:30.

Izem Karadas (-46kg) verpasst knapp eine Medaille. Im Achtelfinale gegen die Niederlande findet sie gut in den Kampf und geht schnell in Führung. Nach der ersten Runde steht es 5:1 für Izem. Aufgrund der guten Deckung der Niederländerin kann Izem in der zweiten Runde keine Punkte erzielen und die Niederländerin verkürzt auf 5:3. Zehn Sekunde vor Kampfende steht es 7:7. Izem behält die Nerven und kann in letzter Sekunde den Siegtreffer zum 9:7 erzielen. Das Viertelfinale gegen Russland gestaltet sich sehr ausgeglichen. Beide Kämpferinnen haben eine gute Deckung, sodass wenige Punkte fallen und es am Ende der dritten Runde 3:3 steht. In der vierten Runde hat die Russin das Glück auf ihrer Seite und kann den ersten Treffer erzielen. Damit belegt Izem einen sehr guten fünften Platz.

Eslem Nur Demir (-44kg) überrascht ihre russische Gegnerin direkt zu Beginn der ersten Runde mit einem Kopftreffer. Diese kann jedoch schnell in Führung gehen. Eslem findet nicht die richtigen Mittel, um den Rückstand aufzuholen und verliert mit 9:17.

 

Auch Laura Nattermann (-42kg) muss sich direkt im ersten Kampf geschlagen geben. Ihre russische Gegnerin ist sehr groß und hat eine gute Deckung, sodass es schwer ist an sie ranzukommen. Laura versucht zeigt sehr guten Einsatz bis zum Schluss, muss sich jedoch mit 0:8 geschlagen geben.

Alkan Özken (-48kg) verliert im ersten Kampf mit 7:22 gegen Portugal. Der Portugiese kann durch mehrere Treffer zur Weste einen hohen Punktevorsprung aufbauen, den Alkan nicht aufholen kann.  

 


 

Fotos: Peter Bolz