Höchste Konzentration beim Ersten Kaderlehrgang der Saison 2021



Bei den vergangenen Kaderlehrgängen der Damen und Herren am Bundesstützpunkt Nürnberg war aufgrund umfangreicher Hygienemaßnahmen höchste Konzentration gefragt. Nicht nur auf der Fläche galt es diese Konzentration aufrecht zu erhalten. Auch abseits der Wettkampfmatten musste in diesen besonderen Zeiten der Corona-Pandemie ein Höchstmaß an Disziplin an den Tag gelegt werden, damit die Kaderlehrgänge erfolgreich verlaufen konnten. 

Die Rahmenbedingungen für die jeweils 6-tägigen Kaderlehrgänge der Damen und Herren wurden im Vorfeld umfangreich vom Bundesstützpunktleiter Hasim Celik vorbereitet. Alle Sportler durften nur mit einem negativen Corona-PCR-Test-Ergebnis zum Kaderlehrgang anreisen. War dieses Kriterium erfüllt, erfolgte am Bundesstützpunkt noch ein Corona-Schnelltest. Viel dieser ebenfalls negativ aus, begaben sich die Sportler, Trainer und Betreuer in eine Art „Blase“. 

Georg Streif: „Wir haben eine Blase zwischen Hotel und Taekwondo-Halle gebildet. Keiner durfte diese Blase verlassen. Nicht mal zum Einkaufen. Auch die aus Nürnberg stammenden Sportler durften nicht nach Hause, sondern mussten sich während der Maßnahme in dieser Blase aufhalten. Das war eine ganz besondere Erfahrung für alle“. 

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das war allen Beteiligten stets präsent. Dennoch waren diese Lehrgänge für Sportler und Trainer enorm wichtig. „Viele Sportler konnten in den vergangenen Wochen nur alleine trainieren. Darum habe ich bei den Herren im Training viel Sparring und Partnerübungen gemacht. Man konnte sehen, dass dies den Sportlern in den letzten Wochen sehr gefehlt hat“ berichtete Vanja Babic, neuer Herren-Bundestrainer über die Maßnahme in Nürnberg. 

Die Lehrgänge im Januar in Nürnberg waren aus Sicht des Sportdirektors Holger Wunderlich zur Sichtung für die Vergleichskämpfe (05./06. Februar) und die Nominierung für die Europameisterschaft (April) von großer Bedeutung. 

Holger Wunderlich: Zu den Lehrgängen wurden von den Bundestrainern alle Athleten/-innen eingeladen, die für einen Vergleichskampf bzw. die EM-Nominierung in Frage kommen. Grundlage für die Einladung der Teilnehmer durch die Bundestrainer, waren die Credits der Saison 2018/2019 und der wegen Corona verkürzten Saison 2019/2020, die Deutsche Meisterschaft 2020, sowie die Einschätzung der Bundestrainer.“

 

Die Freude der eingeladenen Sportlerinnen und Sportler war im Training deutlich zu spüren. Mussten viele doch in den vergangenen Monaten mit deutlich eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten zu Recht kommen. Ein Training in der Gruppe tat nach langer Pause allen gut und darum war es für die Sportler auch kein Problem, sich an die strengen Hygienemaßnahmen zu halten. „Es war deutlich zu spüren, dass die Sportlerinnen und Sportler dankbar sind, endlich wieder gemeinsam trainieren zu können. Sie zeigten ihre Dankbarkeit in hoher Leistungsbereitschaft im Training. Vor allem unsere Nominierten für das Olympiaqualifikationsturnier waren sehr fokussiert und konzentriert. Aber insgesamt muss ich sagen, dass alle Anwesenden eine vorbildliche, engagierte und professionelle  Einstellung im Training und in unserer Blase zeigten“ Georg Streif. 

 

Der neue Damen-Bundestrainer Boris Winkler nutzte seinen ersten Kaderlehrgang um sich einen Ist-Stand der Damen einzuholen. „Ich habe den Lehrgang genutzt, um mir erstmal ein Bild von den Sportlerinnen zu machen und zu bewerten, wo sie stehen. Wir haben viele Standard-Situationen an der Pratze und am Partner durchgespielt, sodass ich mir auch vom technischen Repertoire der Damen einen Eindruck einholen konnte. Außerdem galt es eine erste Vertrauensbasis aufzubauen. Sie müssen mich als neuen Bundestrainer erst kennen lernen.“ 

 

Auch wenn die unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Einschränkungen bei den Sportlern zu erkennen war, kann Chef-Bundestrainer Georg Streif ein durchweg positives Fazit von den ersten Maßnahmen in 2021 ziehen.

„Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen sind die Lehrgänge reibungslos verlaufen u. wurden top von unseren BSP-Trainern Sergej u. Bernhard, sowie der Physio-Abteilung durch Nadine u. Oli unterstützt. Man konnte deutlich spüren, dass alle heiß auf gemeinsames Training waren. Auch die Athletengespräche mit Heimtrainern (per Telefon, Online-Meeting oder per Email) und Sportlern waren äußerst konstruktiv und wir konnten Saisonziele, die duale Karriereplanung und die sportmedizinische Betreuung besprechen. Unsere neuen Bundestrainer Boris u. Vanja haben hier sehr schnell ein umfangreiches Netzwerk mit zahlreichen Gesprächen begonnen. Keiner weiß genau, wie das Turniergeschehen wieder ins Rollen kommen wird. Ich weiß aber, dass unsere Sportlerinnen und Sportler auf diesen Tag vorbereitet sein werden. Das motiviert mich und meine Trainerkollegen und erlaubt uns optimistisch auf die Vergleichskämpfe und die Europameisterschaft im April zu blicken.“ 

Die nächste Maßnahme für die nominierten Kaderathleten werden nun die Vergleichskämpfe am 05./06. Februar in Nürnberg sein. Hier soll eine mögliche Nominierung für das EM-Team 2021 in den Gewichtsklassen ausgekämpft werden, in denen mehrere Sportler die Kriterien zur EM-Nominierung erfüllt haben. Wir wünschen den Sportlerinnen und Sportlern schon jetzt erfolgreiche Kämpfe mit einem zufriedenstellenden Ergebnis. 

 

Über den Ausgang der Kämpfe werden wir natürlich auf unseren Kanälen berichten.