Europameisterschaft 2021 Tag 1: Ein erster kurzer Bericht



360 Sportlerinnen und Sportler kämpfen in diesen Tagen im Mlillenium Grand Hotel in Sofia um die Medaillen der europäischen Taekwondo-Elite. Neben den prestigeträchtigen Medaillen können auch wertvolle Weltranglistenpunkte erkämpft werden, die für ein Setzen beim europäischen Qualfikationsturnier für die Olympischen Spiele noch eine entscheidende Rolle spielen können. Deutschland nominierte ein komplettes 16-köpfiges Team, musste aber einen Ausfall verkraften.

Tag 1 – Ein erster kurzer Bericht 

 

Wir werden wohl nie ein gesamtes Teambild hinbekommen“ sagte uns Georg Streif kurz vor der Abreise zur Europameisterschaft. Es wird versucht, die Sportlerinnen und Sportler so kurz wie möglich aber so lang wie nötig vor Ort zu lassen. Individuelle Anreisen sind unüblich für unsere Nationen, aufgrund der aktuellen Corona-Lage aber natürlich verständlich. Hat der letzte Wettkampf in Bulgarien gezeigt, welch großes Risiko die Sportlerinnen und Sportler mit einer Teilnahme an internationalen Wettkämpfen auf sich nehmen. So musste das Team nach den Sofia Open zahlreiche positive Corona-Testergebnisse, sowie vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantänemaßnahmen akzeptieren. Einige aus dem angereisten EM-Team erhielten erst kurz vor Abflug das erlösende negative Testergebnis.

Um so erfreulicher ist es, dass genau eine Sportlerin, die noch vor 3 Wochen wegen eines positiven Corona-Tests in der Türkei in Quarantäne saß, nun für Deutschland direkt am ersten Wettkampftag die erste Medaille erkämpft. 

Ela Aydin, ebenfalls nominiert für das europäische Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele (7.-09.Mai in Sofia), erkämpfte in der Gewichtsklasse -49Kg die Bronzemedaille. Nach einem vorzeitigen Sieg gegen Andrea Schnell aus der Schweiz, ließ sie auch im Viertelfinale gegen Nikoleta Kostova aus Bulgarien nichts anbrennen. Mit hochgerissenen Armen bejubelte die Sportsoldatin vom TSV Dachau ihre gewonnen Medaille. Im Halbfinale kämpfte Ela dann ein wenig unter ihren Möglichkeiten. Kennen wir sie doch sonst viel aggressiver. Die junge Rumänin machte es Ela schwer und so musste Ela nach der dritten Runde eine 2:9 Niederlage akzeptieren. 

„Ich bin glücklich, hier in Sofia meine 5. EM-Medaille für Deutschland zu gewinnen.Nach meiner Corona Erkrankung von vor ca. 3 Wochen bis zu meinem heutigen Kampftag, war vielleicht nicht alles so einfach aber die Mühen haben sich auf alle Fälle gelohnt! Vielen Dank an das gesamte Team und an alle Gratulationen die mich bereits auf privatem Wege erreicht haben! Genau für solche Momente, wie heute, kämpfen wir! „ schrieb Ela nach ihrem Wettkampftag auf ihrer Facebook-Fanpage. 

Bis zum nun so wichtigen Qualifikationsturnier muss noch eine Schüppe draufgelegt werden. Da waren sich im Trainer-Team alle einig. Dennoch überwiegt aktuell die Freude über die so wichtige Medaille, die ebenfalls wertvolle Weltranglistenpunkte auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen bedeuten. 

Einen weniger erfolgreichen Start in diese Europameisterschaften erlebten die anderen deutschen Starter an diesem Tag. 

Özlem Gürüz (-46Kg) kämpfte in ihrem ersten Kampf gegen eine agile Aserbaidschanerin. Özlem konnte einige gute Treffer landen, eine 8:17 Niederlage konnte sie allerdings nicht verhindern. Die Aserbaidschanerin gewann am Ende des Tages Bronze. 

 

 

Emircan Onus musste sich ebenfalls in seinem ersten Kampf gegen den starken Franzosen mit 6:22 geschlagen geben. 

 

 

 

 

Cemal Can Malkoc lieferte sich mit seinem serbischen Kontrahenten einen spannenden Kampf, der von vielen Aktionen geprägt war. Am Ende der dritten Runde besiegte der Serbe Cemal knapp mit 22:17.