Europameisterschaft 2021; Boris Winkler und Vanja Babic im Gespräch



Diese Woche ist Wettkampfwoche

 

Bei den Zweikämpfern geht es in dieser Woche um europäisches Edelmetall. Bei der Europameisterschaft in Bulgarien starten die deutschen Taekwondo Kämpferinnnen und Kämpfer vom 08. – 11. April beim G4-Turnier in Sofia. Neben den begehrten Medaillen gilt es auch, die vierfachen Weltranglistenpunkte in diesem Olympiajahr einzusammeln. Keine leichte Aufgabe für das Team, was in den letzten Wochen mit mehreren Corona-Ausfällen zu kämpfen hatte.

 

Damenbundestrainer Boris Winkler und Herrenbundestrainer Vanja Babic im Gespräch mit Helena Stanek:

 

DTU: Mit welchen sportlichen Erwartungen fahrt ihr nach Bulgarien?

 

Boris: Natürlich erhofft man sich als Bundestrainer gute Leistungen der Sportler/innen und die eine oder andere Medaille bei der kommenden Europameisterschaft in Bulgarien. In Moment machen wir alle eine sehr schwere Zeit durch und sind jeden Tag aufs Neue gefragt, wie wir mit dieser Situation umzugehen haben. Auch wir im Team haben mit der Corona-Pandemie zu kämpfen und hatten in den vergangenen Wochen einige positive getestete Athlet/innen und im Moment, kurz vor der Abreise, leider immer noch. Mir ist in allererster Linie wichtig, dass die Sportler/innen gesund und einsatzfähig sind. Jeder gewonnene Kampf ist für uns ein Erfolg und ein Schritt Richtung Medaille, was dann am Ende dabei rausspringt, werden wir sehen.

 

Vanja: Ich hoffe, dass wir bei der Europameisterschaft bei den Herren zwei Medaillen erkämpfen werden. Das Team ist fit, auch wenn wir coronabedingt einige Rückschläge verkraften mussten. Aber das haben die anderen Nationen sicherlich auch. Ich bin mir sicher, dass jeder sein bestes in Sofia geben wird und meine Sportler gute Leistungen zeigen werden. Wie erfolgreich es dann letztlich sein wird, sehen wir vor Ort. 

 

DTU: Wie schätzt ihr die Wettkampfbedingungen vor Ort ein, nachdem ihr ja in Bulgarien schon Erfahrungen gesammelt habt?

 

Boris: Vor einigen Wochen waren wir schon mal in Sofia und konnten uns einen guten Überblick verschaffen, wie die Begebenheiten vor Ort sind. Da jetzt das Hotel gewechselt wurde und die Teilnehmerzahl geringer ist als beim letzten Einsatz in Bulgarien, entsteht eine neue Situation, auf die wir uns erst einstellen müssen. Vor Ort werden wir dann die nötigen Informationen erhalten, das Turnier sicher durchführen zu können. 

 

Vanja: Das Hotel wurde geändert, daher denke ich, dass die Organisation und die Rahmenbedingungen nun noch einmal besser werden als bei den Sofia Open. Wir müssen mit der Situation zu recht kommen, so wie wir sie dann in Bulgarien vorfinden. Natürlich müssen wir sehr aufpassen, dass wir alle gesund wieder nach Deutschland reisen können. 

 

DTU: Wie groß ist die Nervosität für euch bei eurem ersten großen Prüfstein als neue Bundestrainer?

 

Boris: Natürlich steigt jetzt langsam die Erwartungshaltung. Vor allen Dingen ist es erst mein zweiter Einsatz als Damenbundestrainer und zugleich noch ein sehr großes und wichtiges Turnier, wo die Sportlerinnen wichtige Weltranglistenpunkte sammeln können. Da wir aber in den letzten Wochen und Monaten viel zusammengearbeitet und ein großes Vertrauen zueinander aufgebaut haben, hält sich die Nervosität in Grenzen. 

 

Vanja: Ich war ehrlich gesagt nervöser, als ich selbst gekämpft habe. Ich habe versucht, das Beste aus den Sportlern im Training herauszuholen und sie für dieses wichtige Turnier aufzubauen. Wichtig ist mir, dass jeder auf der Fläche alles gibt, denn ich als Coach werde auf meinem Stuhl auch alles in meiner Macht stehende tun, um erfolgreich von der Fläche zu gehen. Ich hoffe, dass wir als Team einen guten gemeinsamen Start haben werden. 

 

 

Die Wettkampftage der einzelnen Sportler:

 

08. April: 

-54Kg: Emircan Onus

-58Kg: Cemal Can Malkoc

-46Kg: Özlem Gürüz

-49Kg: Ela Aydin

 

09. April:

-63Kg: Jordanis Konstantinidis

-68Kg: Imran Özkaya

-53Kg: Julia Ronken

-57Kg: Laura Goebel

 

10. April:

-74Kg: Eduard Drewlau

-80Kg: Tahir Gülec

-62Kg: Anna-Lena Frömming

-67Kg: Vanessa Körndl

 

11. April:

-87Kg: Cem Ünlüsoy

+87Kg: Alexander Bachmann

-73Kg: Alema Hadzic

+73Kg: Lorena Brandl

 

Medizinisch werden unsere Sportlerinnen und Sportler von unserem Verbandsarzt Dr. Frank Düren und Physiotherapeut Oliver Reiff betreut. 

Einen wichtigen Beitrag für Taekwondo-Deutschland wird auch wieder unser Bundeskampfrichterreferent Abdullah Ünlübay leisten, der in Sofia auf der Fläche als Kampfrichter im Einsatz ist. 

Klaus Haggenmüller betreut, wie schon bei den Sofia Open, das DTU-Videoanalyseprojekt und wird Sportler und Trainer mit wichtigen Gegnerdaten versorgen. 

Berhard Bruckbauer, Özer Gülec und Sergej Kolb komplettieren das Trainer-Team, welches vom leitenden Bundestrainer Georg Streif angeführt wird.

 

Über unsere bekannten Medienkanäle werden wir stets aktuell berichten. 

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