Erfolgreiche Videokonferenz mit dem Arbeitskreis Leistungssport Zweikampf



Am 06.03.21 fand unter der Leitung des DTU-Vizepräsidenten Zweikampf Jannis Dakos, Sportdirektor Holger Wunderlich und Sportreferent Timo Weiß ein Arbeitskreis zum Leistungssport Zweikampf statt. In der Videokonferenz waren insgesamt 24 Vertreter von 17 der insgesamt 18 Landesverbände anwesend. Neben dem neuen Leistungssportkonzept Zweikampf standen in dem gut vierstündigen, sehr konstruktiven Meeting Themen wie die aktuelle Jahresplanung und DTU-Veranstaltungen in diesem Jahr, die Corona-Situation und allgemeine Anregungen und Informationen aus den DTU-Landesverbänden auf der Tagesordnung.

Im neuen Leistungssportkonzept Zweikampf, welches vorerst bis 2024 gelten soll, sind unter anderem die Nominierungsleitlinien sowie die Lehrgangssystematik und Coaching-Systematik klar definiert. Die neuen Leitlinien für die Nominierungen zu Wettkampfhöhepunkten wie Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sollen vor allem Transparenz und Fairness für alle Beteiligten schaffen. Eine frühzeitige Bekanntgabe der Nominierungen soll zukünftig Planungssicherheit für die Athleten gewährleisten und ihnen eine professionelle Vorbereitung auf den jeweiligen Wettkampfhöhepunkt ermöglichen. Neben einer Mindestanzahl an Credits und entsprechenden Platzierungen bei nationalen und internationalen Turnieren, spielen zukünftig unter anderem auch die Leistungsperspektive, ein pflichtbewusstes, diszipliniertes und professionelles Verhalten der Athleten sowie direkte Vergleichskämpfe unter „realen“ Turnierbedingungen eine Rolle.

Die Bundeskaderlehrgänge sollen zukünftig möglichst effizient unter Einbeziehung der Stützpunkt-, Landes- und Vereinstrainer gestaltet werden. Die Lehrgangsinhalte fokussieren sich dabei ausschließlich auf spezifische Inhalte wie Taktik und Sparring und einem gezielten Einsatz von Videoanalysen. Leistungsdiagnostiken, Lauf- und Krafttrainingseinheiten sollen während der Lehrgänge vermieden werden – es wird erwartet, dass jeder Athlet diese Inhalte eigenverantwortlich zuhause trainiert und entsprechend „fit“ und austrainiert zum Lehrgang erscheint. Des Weiteren ist eine stärkere Einbeziehung der Vereinstrainer geplant, um die Motivation von Trainern und Athleten zu erhöhen und das Vereinstraining zu wertschätzen. Auch bei Zielturnieren sollen die Heimtrainer, vor allem im Nachwuchsbereich, unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit erhalten, ihre Athleten selbst zu coachen.

Ein weiteres neues Konzept ist die Einführung der DTU-Spitzensportvereine. Dabei werden Vereine mit einer starken Konzentration an Kadersportlern zertifiziert. Das Prädikat „DTU-Spitzensportverein im olympischen Taekwondo“ wird ab vier

Bundeskaderathleten für die Dauer von zwei Kalenderjahren verliehen. DTU-Spitzensportvereine werden in 3 Kategorien differenziert:

  • DTU-Spitzensportverein GOLD: mit 8+ Bundeskaderathleten
  • DTU-Spitzensportverein SILBER:  mit 6-7 Bundeskaderathleten
  • DTU-Spitzensportverein BRONZE: 
 mit 4-5 Bundeskaderathleten

Weitere Kriterien für die Vergabe des Gütesiegels sind u.a. mindestens eine Trainer-B-Lizenz, die Teilnahme an Coach-Seminaren, eine Global Official License (GOL), ein klares Bekenntnis zum Leistungssport sowie effektive Talentsichtung, Talentförderung und Spitzensportförderung. Die Zertifizierung gilt jeweils für zwei Jahre. Danach erfolgt eine erneute Überprüfung und Neuvergabe des Gütesiegels.

Der Arbeitskreis Leistungssport Zweikampf wird ab sofort ein bis zwei Mal pro Jahr mit den Leistungssportverantwortlichen der Landesverbände tagen und das Leistungssportkonzept ständig weiterentwickeln.