Einmal Bronze und vier Mal Viertelfinale bei Jugend EM



Das 13-köpfige Sportlerteam rund um Nachwuchsbundestrainer Marco Scheiterbauer kehrt mit einer Bronze-Medaille von der Jugend EM in Sarajevo nach Deutschland zurück. Vier Athlet:innen konnten sich bis ins Viertelfinale kämpfen und belegten einen starken fünften Platz. Durch Lospech trafen einige Sportler:innen auf die späteren Europameister:innen und verpassten trotz starker Leistungen die Medaillenränge.

 

Tag 1

Esmeralda startet gut in das Turnier und gewinnt mit 11:6 gegen Kroatien. Im Viertelfinale kann sie sich deutlich mit 25:1 gegen Italien durchsetzen und sichert dem deutschen Team damit die Medaille. Im Halbfinale muss sie sich leider gegen die spätere Europameisterin Polina Shvedkova aus Russland mit 1:13 geschlagen geben. Trotzdem eine starke Leistung, die mit Bronze belohnt wird! Damit erreicht der TSV Dachau e.V. seine dritte EM-Medaille in diesem Jahr. "Da es bereits meine dritte Europameisterschaft war, wusste ich wie ich mich vorzubereiten habe. In den letzten Monaten bin ich ziemlich viel auf internationalen Wettkämpfen gewesen und wusste so, auf welchem Stand ich war.", so Esmeralda. "Da ich bei den letzten Wettkämpfen gut abgeschnitten habe, hatte mir mein Trainer Demirhan immer Mut gemacht und mich für die EM sehr motiviert. Er glaubte immer fest daran, dass ich eine Medaille schaffen könnte und sogar den Titel mit nach Hause bringen kann. Als die Medaille sicher war, war ich zwar glücklich jedoch noch nicht zufrieden. Ich wollte mehr, da ich bereits 2018 bei der Kadetten Europameisterschaft Bronze gewonnen habe. Im Halbfinale musste ich mich dann leider gegen die spätere Europameisterin aus Russland geschlagen geben. Ich war im ersten Moment enttäuscht und sauer auf mich. Es dauerte etwas bis ich mich über den Erfolg freuen konnte. Doch meine Familie, die vor Ort war, hat mich aufgemuntert und unterstützt - genauso wie auch die Coaches und das Team. Eine Woche später kann ich sagen, dass ich zufrieden mit meiner Leistung bin. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, indem ich bei den Damen kämpfen werde. Ich möchte nochmal meinem Heimtrainer Demirhan Aydin danken. Ohne ihn wäre ich nicht so weit gekommen. Auch meinem Team ein großes Dankeschön. Und natürlich auch meiner Familie, die mich bei jeder Einzelheit unterstützen, aufmuntern und motivieren."

Victor Husrev (-48 kg) gewinnt seinen Auftaktkampf mit 9:1 gegen Schweden. Er verliert sein Viertelfinale gegen den späteren Vize-Europameister aus Spanien.

Evangelos Koukousoudis (-45 kg) muss sich leider im Auftaktkampf mit 12:22 gegen Aserbaidschan geschlagen geben.

 

Tag 2

Lilly Ettelbrück (-42 kg) zeigt eine starke Leistung und kann ihr Achtelfinale gegen Großbritannien mit 12:9 für sich entscheiden. Im Viertelfinale trifft sie leider das Lospech und sie muss sich gegen die spätere Europameisterin aus Aserbaidschan geschlagen geben.

Auch Phillip Davids (-68 kg) scheidet erst im Viertelfinale aus. Nach starken Kämpfen gegen Großbritannien (38:22) und Moldawien (39:12), verliert er sein Viertelfinale denkbar knapp mit 21:25 gegen Serbien.

Julika Zimmerling (-63 kg) unterliegt im ersten Kampf gegen Bulgarien. mit 9:22.

Auch Simon Laubhold (-51 kg) verliert seinen Auftaktkampf gegen Yunus Emre aus der Türkei mit 27:36.

 

Tag 3

Justus Röder (-59 kg) kann seinen ersten Kampf gegen Estland mit 16:8 für sich entscheiden. Im Achtelfinale muss er sich gegen seinen Gegner aus dem Kosovo geschlagen geben.

Khaled Abdel Halim (-55 kg) gewinnt seinen ersten Kampf gegen Armenien vorzeitig mit 27:7. Bereits im Achtelfinale trifft er auf den späteren Europameister aus Russland und unterliegt trotz starkem Kampf mit 2:12. Auch hier wäre mit einer anderen Auslosung sicherlich mehr drin gewesen.

Vincent Hörmann (-78 kg) kann sich nicht gegen seinen französischen Gegner nicht durchsetzen und verliert seinen Auftaktkampf.

Newcomerin Antonia Beck (-68 kg) steht zum ersten Mal im Nationaldress auf der Wettkampffläche. Sie findet nicht richtig in den Kampf und muss sich gegen Griechenland mit 2:13 geschlagen geben.

Auch Leyna Sauer (-44 kg) unterliegt im ersten Kampf gegen Rumänien mit 17:32.

 

Tag 4

Emre Cavusman (-63 kg) wird erst im Viertelfinale gestoppt. Nach Siegen gegen Armenien (30:15) und Rumänien (32:13), muss er sich im Viertelfinale gegen Serbien geschlagen geben.

Auch Adiba Asimi (-52 kg) kann ihren Auftaktkampf gegen Rumänien mit 16:9 für sich entscheiden. Im Achtelfinale verliert sie mit 2:9 gegen Bulgarien.

 

Das Fazit von Bundestrainer Marco Scheiterbauer „Es war schwer eine vergleichsweise adäquate Vorbereitung wie in den vergangenen Zielturnieren zu gestalten. Wenn wir 2022 wieder unser Fördersystem voll hochfahren können, bin ich davon überzeugt, dass wir wieder Podiumsplätze erreichen können. Individuell betrachtet gab es teilweise sehr gute Leistungen und einige Athletinnen und Athleten konnten ihr Potenzial voll ausschöpfen. Um jedoch mehr Spitzenplätze zu erreichen, müssen die technischen, taktischen und konditionellen Schwächen abgestellt werden. Dies bedarf Zeit und zielgerichtetes Training. Das Team wird die gewonnenen Erfahrungen positiv für seine persönliche Entwicklung nutzen.“