DTU-Statements zur Olympiaverschiebung!

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Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokyo auf 2021

Am 24. März 2020 verkündet IOC-Chef Dr. Thomas Bach die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr. Angesichts der Corona-Pandemie haben die japanische Regierung und das internationale Olmypische Komitee (IOC) beschlossen, die Spiele zu verschieben.

Die Meinungen bei den DTU-Funktionären, Trainern und Sportlern ist ebenfalls eindeutig. Lesen Sie dazu folgende Statements: 

 

DTU-Präsident Stefan Klawitter:


„Es ist die richtige Entscheidung, die bereits erwartet worden war. Bei dem größten Sommer-sportevent, bei dem Tausende von Athleten zusammenkommen, konnte kein Risiko eingegangen werden, so wie es bereits WTE und WT für deren Sportveranstaltungen entschieden hatten. Die Gesundheit aller Beteiligten geht vor. Durch diese Verschiebungen gilt es nun organisatorische Probleme innerhalb und außerhalb der DTU zu bewältigen, die sicherlich in Abstimmung mit dem DOSB, der WTE und der WT erfolgen werden, wie etwa das noch ausstehende europäische Qualifikationsturnier. Hier werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um unseren Athleten die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten.“

 

Sportdirektor Holger Wunderlich:

Ich denke, dass die Verschiebung auf das kommende Jahr eine gute Entscheidung des IOC und des japanischen Organisationskomitees ist. Das große gesundheitliche Risiko bei einer Austragung im Juli und August 2020 wird so umgangen und gelichzeitig fallen die Olympischen Spiele nicht komplett aus. Sobald die Termine für unsere noch ausstehende Kontinentalqualifikation und die Olympischen Spiele 2021 feststehen, werden wir unsere Planung und Vorbereitung unter Berücksichtigung der Entwicklung der Corona-Pandemie anpassen. Die Gesundheit steht über jedem sportlichen Erfolg.“

 

Olympiateilnehmer Alexander Bachmann:


„Ich denke, dass war die richtige Entscheidung und ich bin damit wirklich mehr als zufrieden. Ich hatte bereits das Schlimmste erwartet und sogar mit einer Absage der Spiele gerechnet. Natürlich habe ich jetzt mehr Zeit an meinen physischen Defiziten zu arbeiten und kann mich noch länger auf die Spiele vorbereiten. Eventuell müssen nun die geplanten Bundeswehr-Lehrgänge weiter nach hinten verschoben werden. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Vor allem aber hoffe ich, dass meine Familie und ich einfach gesund und verletzungsfrei diese Zeit überstehen.“

 

Nominiert für das Olympiaqualifikationsturnier Lorena Brandl:

Die Olympischen Spiele in Tokio 2020 sind offiziell auf 2021 verschoben worden. Die Gesundheit von jedem Einzelnen steht immer an erster Stelle, deshalb war es die einzig richtige Entscheidung, in dieser Krise die Spiele um ein Jahr zu verschieben. Es war aber natürlich auch ein Schock, dass Olympia und auch das für mich noch ausstehende Europa-Qualifikationsturnier, für das ich von der Deutschen Taekwondo Union nominiert worden war, nicht wie geplant in diesem Jahr stattfinden wird. Die Vorbereitung für das Qualifikationsturnier war bisher sehr effektiv. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht sagen, wann es schließlich stattfinden wird. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Sportfördergruppe der Bundeswehr und an die Deutsche Sporthilfe für die unerschütterliche finanzielle Unterstützung auch in diesen Zeiten! Für mich heißt es jetzt, die Trainingspläne mit meiner Bundestrainerin und meinem Heimtrainer neu zu erstellen, weiter zu arbeiten, fleißig zu trainieren und gesund zu bleiben. Meine Ziele haben sich dadurch nicht geändert. Sie sind nur um ein Jahr verschoben worden!“

 

Herren Chefbundestrainer Georg Streif:

„Da dies zu erwarten war, ist die Verschiebung für mich keine Überraschung. Zuerst einmal bin ich sehr froh, dass die Olympischen Spiele nicht ganz abgesagt wurden. Ansonsten gilt für mich wie immer: „Wir machen das Beste daraus und geben weiterhin Vollgas.“ Da hat mir auch die Antwort meiner Kaderathleten auf meine Information diesbezüglich gefallen: „Wir geben weiter Gas. Das wird uns nicht aufhalten.“ Das ist eine positive Reaktion. Wir müssen unsere Jahresplanung jedoch komplett umstellen und die jetzige Zeit nutzen, um Verletzungen auszukurieren, die Intensität und den spezifischen Bereich runterzufahren und dafür das Grundlagentraining stark zu erhöhen. Zusätzlich können im Moment Weiterbildungen und Aufgaben von zuhause aus erledigt werden, die sonst zu kurz kommen. Somit schaffen wir uns Freiräume für die Zeit, in der es wieder „normal“ weiter geht.“

 

Damen Bundestrainerin Yeonji Kim:

Bei Olympia geht es zunächst um die Athleten und ich finde, dass es die beste Entscheidung war. Die Gesundheit geht vor und die Sportler sollen im besten Zustand teilnehmen können. Natürlich hatten wir uns sehr effektiv auf die Qualifikation vorbereitet und es ist schade, dass uns die Krise daran gehindert hat, frei zu trainieren. Doch wir haben weiter unser Ziel vor Augen und werden dranbleiben und uns weiterhin professionell vorbereiten.“