Aha-Momente und gesunder Sport: Steven Behn ist neuer Jugendreferent in der DTU-Jugend



Bundeskaderathlet, Sportpsychologe und jetzt Jugendreferent: Steven Behn bringt vielfältige Erfahrungen in die DTU-Jugend ein. Im Interview stellt er sich vor und spricht über seine Ziele für eine starke, sichere und zukunftsorientierte Jugendarbeit.

Hi Steven, herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen hauptamtlichen Stelle als Jugendreferent in der DTU-Jugend! Stell dich gerne für diejenigen, die dich nicht kennen, einmal kurz vor! 

Vielen Dank! Ich bin Steven, 30 Jahre alt, und komme aus Hamburg. Seit 25 Jahren mache ich Taekwondo und bin mittlerweile in vielen verschiedenen Rollen aktiv. In meinem Heimatverein bin ich für das Kinder- und Jugendtraining verantwortlich. Ich war fast 10 Jahre Landestrainer in der Taekwondo Union Hamburg und führe diese Arbeit im Leistungssport nun als Vizepräsident Technik in der TUH weiter. Seit 2015 bin ich Mitglied des Poomsae-Bundeskaders und dort auch seit einigen Jahren Aktivensprecher. Natürlich habe ich mich auch beruflich Sport verschrieben und bin als (Sport)psychologe tätig. Also ein Leben ganz im Zeichen unseres Sports.

Nach vielen Jahren als Mitglied unserer Nationalmannschaft, stehst du nun auch mal auf der „anderen Seite“. Was hat dich an der Stelle als Jugendreferent besonders gereizt? 

Die Stelle verbindet für mich viele meiner Leidenschaften. Natürlich die Liebe zum Taekwondo, aber auch die Möglichkeit, in der DTU die Kinder- und Jugendarbeit aktiv mitzugestalten und meinen Beitrag dazu zu leisten, dass möglichst alle Kinder und Jugendlichen in unserem Verband gut, gerne und sicher Taekwondo machen können. In der DTU-Jugend wird bereits eine großartige, wertvolle ehrenamtliche Arbeit mit viel Engagement in ganz vielfältigen Themenbereichen geleistet, und ich möchte dazu beitragen, sie noch sichtbarer zu machen.

Deine Aufgaben als Jugendreferent sind sehr vielfältig – von Verbandsarbeit über fachliche Beratung bis hin zu internationalen Austauschprojekten. Worauf freust du dich am meisten? 

Am meisten freue ich mich auf die Maßnahmen, bei denen wir Kinder und Jugendliche erreichen, gemeinsam Neues voneinander lernen, Aha-Momente schaffen und Impulse geben, die einen echten Unterschied im Taekwondo-Leben machen – und im besten Fall darüber hinaus auch das Leben außerhalb des Taekwondos positiv beeinflussen.

Was bedeutet Jugendarbeit für dich persönlich? 

Jugendarbeit bedeutet für mich, Möglichkeiten zu schaffen, durch die Kinder und Jugendliche Erfahrungen machen, die sie für ihr weiteres Leben stärken und in eine bessere Zukunft führen. Der Sport soll ein Raum sein, in dem Jugendliche sich wohlfühlen, entfalten und wachsen können. Unsere Aufgabe als Erwachsene und Verantwortliche in der Jugendarbeit ist es, diesen Raum zu schaffen und zu fördern.

Du bist Psychologe und Teil des Poomsae-Bundeskaders. Welche Erfahrungen aus deinem bisherigen Werdegang bringst du in die DTU-Jugend ein? 

Als Athlet und Funktionär bringe ich auf jeden Fall eine Menge Erfahrung mit den Prozessen und Mechanismen der Verbandsarbeit mit. Natürlich ist da auch ein über die Jahre gewachsenes Netzwerk hilfreich. Als (Sport-)Psychologe möchte ich meine fachliche Expertise in die DTU-Jugendarbeit einbringen. Dabei geht es inhaltlich vor allem um die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung, mentale Gesundheit und gesunde Leistung. Auch auf der Verwaltungsebene kann ich nach drei Jahren in der Wissenschaft sicherlich dem Bundesvorstand organisatorisch den Rücken freihalten, sodass sich unser Team der DTU-Jugend noch mehr auf die tolle inhaltliche Arbeit fokussieren kann.

Die DTU-Jugend setzt sich für Safe Sport und ein sicheres Umfeld für junge Athletinnen und Athleten ein. Wie möchtest du dazu beitragen, diese Werte in der Jugendarbeit zu stärken? 

Es wird auch in Zukunft sehr wichtig für unseren Verband sein, die bestehenden Konzepte und Richtlinien im Bereich Safe Sport einzuhalten und aktiv in den Strukturen zu verankern. Wir setzen uns als DTU-Jugend für einen gesunden und sicheren Sport ein. Ich denke, dass es gute Aufklärungs- und Präventionsarbeit in den nächsten Jahren braucht, und genau dafür möchte ich mich auch einsetzen.

Internationale Begegnungen sind ebenfalls Teil deiner Aufgaben. Welche Chancen bieten solche Projekte jungen Menschen aus deiner Sicht? 

Zu den schönsten Erlebnissen meiner Karriere als Athlet zählen neben den sportlichen Erfolgen die internationalen Begegnungen auf Wettkämpfen und Trainingsmaßnahmen. Daher kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass solche Begegnungen unglaublich wertvoll für den eigenen Charakter sind. Jugendliche können sich austauschen, voneinander lernen und neue Freundschaften schließen. Einige meiner engsten Freundschaften sind aus solchen Begegnungen entstanden und halten bis heute. 

Danke, Steven! Eine letzte Abschlussfrage hätten wir noch. Stell dir vor, wir führen dieses Interview in einem Jahr noch einmal: Was würdest du dann gerne über deine Arbeit bei der DTU-Jugend erzählen können? 

Ich würde gerne von einer wertschätzenden Zusammenarbeit innerhalb der DTU und der Landesverbände sprechen, bei der an einem Strang gezogen wird, sodass wir viele aufregende Maßnahmen umgesetzt haben, bei denen Jugendliche auch noch Jahre danach sagen: „Das war richtig cool und hat Spaß gemacht!“.