WTF Competition Rules – Aktivität wird belohnt

WTF Competition Rules – Aktivität wird belohnt – Passivität wird bestraft. So in ungefähr kann die Grundidee beschrieben werden, auf denen die ab 2017 geltenden Regeländerungen in den neuen „WTF Competition Rules“ basieren. Der Fokus liegt klar auf einem schnellen und dynamischen Kampf – ganz ohne das ewige belauern, abtasten und taktieren. Vor allem aber mit künftig weniger der unschönen“Bein-Fechterei“. So ist in bestimmten Situationen nun auch durchaus „Pushing“ (schieben) erlaubt, um bspw. die häufigen „Infight-“ oder „Clinch-„Situationen zu vermeiden und generell den Kampfverlauf aktiver, flüssiger und schneller zu gestalten.

WTF Competition Rules

New Rules – New Handsignals: auch hier ist einiges dazugekommen, um Sanktionen auch um u.a. für das Videoreplay sichtbar zu dokumentieren. Eine interessante Neuerung ist u.a. der Wegfall von „Facekick“ – er darf weder von den Punktrichtern gedrückt noch im IVR eingefordert werden – kurz: es gibt ihn schlicht nicht mehr.  Die Regeländerungen für sich genommen, lesen sich erstmal wenig spektakulär, näher betrachtet sie sind jedoch weitaus tiefgehender. Gerade die Detailauslegung und praktische Umsetzung führte in der täglichen „Fragestunde“ regelmäßig zu nicht enden wollenden Diskussionen.

Mit rund 250 Teilnehmern aus der ganzen Welt, war vor allem der „IR Refresher Course“ mehr als (über)voll – was Organisation und Zeitabläufe ab und an in Bedrängnis brachte. Dennoch war die Atmosphäre sehr gut, viele IR-Kollegen kannte man bereits – eben eine große Familie. Die Ausbildung selbst war wie immer sehr geradlinig, fordernd und insgesamt gut strukturiert. Auch im Lager der deutschen „Internationals“ war die Stimmung gut. KR-Referent Abdullah Ünlübay holte alle einen Tisch und machte deutlich, dass man nur „gemeinsam als Team“ weiterkommen können und sich jeder seiner Verantwortung füreinander wie auch als „Aushängeschild für die DTU und Deutschland“ bewusst sein solle. Das fand breite Zustimmung: Man ist als Team aufgetreten, hat sich im Team unterstützt und sich als Team gemeinsam nach vorn gepusht. So wurde in einer abendlichen Besprechung des gesamten Teams, das neue Regelwerk intensiv durchgesprochen, kontrovers diskutiert und unterschiedliche Standpunkte in einer gemeinsamen Position vereinheitlicht. 

Die gemeinsame Vorbereitung zahlte sich bereits bei der schriftlichen Prüfung aus. Es wurde streng kontrolliert, jedem ein Einzelplatz zugewiesen – abschreiben oder Gruppenarbeit Fehlanzeige! Die Leistungen konnten sich aufgrund der guten Vorarbeit im Team dennoch mehr als sehen lassen: Teilweise konnten 100% Werte in den Prüfungsleistungen erzielt werden, ob in der schriftlichen, praktischen oder mündlichen Prüfung, dem Scoring-/Reaktionstest bzw. dem Konditions-/Fitnesstest. 

Kurz: das „Referee Team Germany“ hat einen rundum guten Eindruck hinterlassen, Anfragen für diverse G-Turniere anderer Nationen inklusive.

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