Leistungssport – Para Taekwondo

Leistungssport – Para Taekwondo. Am 31. Januar 2015 hat das Internationale Paralympische Comitée beschlossen, Para-Taekwondo mit in das Programm der Paralympischen Sommerspiele 2020 für Tokio/ Japan aufzunehmen. International besteht ein großes Interesse an dieser besonderen paralympischen Sportart, denn mit seinen dynamischen und energischen Bewegungen im Wettkampf fasziniert es die Zuschauer und bringt sie in einen Bann der Bewunderung:

Menschen mit Behinderung kämpfen in fairen Wettkämpfen gegeneinander und es scheint so, als wäre hierbei nichts Außergewöhnliches dabei.Leistungssport – Para Taekwondo ist eine olympische und nun auch paralympische Kampfsportart, die überwiegend von Fuß- und Fausttechniken dominiert wird. Seinen Ursprung findet Taekwondo in Korea und beinhaltet drei Wortelemente in seinem Namen: Das „Tae“ steht für die Fußtechniken, das „Kwon“ bezeichnet die Fausttechniken und das „Do“ bedeutet der geistige Weg (zum Ziel) und ist somit das intellektuelle Element im Namen dieser Sportart.  Das „Do“ vermittelt uns hier also, dass Jedermann in der Lage ist, die Kampfkunst des Taekwondo auszuüben – auch mit Handicap. Jeder Mensch ist ein Individuum mit seinen Schwächen und seinen Stärken. Es gilt, das Repertoire, über das man verfügt, entsprechend einzusetzen und sich das, welches man nicht hat, anzueignen. Der paralympische Bereich im Taekwondo ist aufgrund der festgesetzten IPC-Regelungen mit Klassifizierungsmethoden der Behinderungsarten sehr festgelegt. Ganz grob gilt der 

Leistungssport – Para Taekwondo – Um dies Ihnen genauer zu erläutern möchte ich, Haşim Çelik, Ihnen meine Gedankengänge näherbringen, indem ich von persönlichen Beispielen berichte. Wie die meisten von euch aus der Taekwondo-Szene wissen dürften, bin ich mit beidseitigen Behinderungen an Händen und Füßen zur Welt gekommen. Auch um es all denjenigen, welche mich nicht kennen genauer und bildhafter darzustellen, soll gesagt sein, dass ich an beiden Händen und Füßen keine vollständig ausgeprägten Finger und Zehen habe, sondern nur Finger-Stümmelchen, die Zehen hingegen fehlen zum größten Teil ganz. Somit kann ich beispielsweise beim einfachen Pratzentraining, welches zum standardmäßigen Trainingsprogramm gehört keine Handmitts halten, da durch die Fehlbildung mir auch die Greiffunktion fehlt. Das bedeutet ich bin auf andere mit angewiesen, aber für mich ist das halb so schlimm, denn wozu hat man Freunde, Trainer und sonstige Vereinskollegen, die bei Wunsch mir helfen, ich Ihnen bei Bedarf helfe und wir gemeinsam trainieren. Genau das ist nämlich Inklusion im und durch Sport. Inklusion im Sport bedeutet nichts anderes als das gemeinsame Sporterlebnis von Menschen mit und ohne Behinderungen. Die größten Barrieren und Hürden sind meist nur in den Köpfen. Zum Beispiel kann mal sein, dass der sogenannte „Normalo“ manchmal etwas scheu ist seine Hilfe anzubieten, und möchte dem gehandicapten damit nicht zu nahetreten, und andersherum will der gehandicapte vielleicht mal nicht nervig sein und ist etwas zu schüchtern um nach Hilfe zu fragen. Auf die Art bilden sich Schwierigkeiten, die hätten vermieden werden können. Daher legen wir, die DTU, einen großen Wert auf die Sensibilisierung, welches auch einen wesentlichen Teil meiner Arbeit ausmachen wird.

Leistungssport – Para Taekwondo – Im Spitzensport durfte ich im Taekwondo bereits die Titel des Welt- und Europameisters feiern – und das fast schon ohne je eine Pratze gehalten zu haben. Meine Pratzen hielten unter anderem gute Freunde und Trainingspartner wie Servet Tazegül (Olympia-Sieger London 2012), Sergej Kolb (aktuell Bundestrainer der Sportfördergruppe), Hamza Adnan-Karim (Vize-Europameister für Deutschland, Herren-68 kg) usw. Das gemeinsame Training hat mich mit Sicherheit sehr geprägt, da ich mit Top-Athleten unter härteren Bedingungen habe trainieren müssen, so durfte ich von Ihnen lernen und die von mir. Denn im Para-Taekwondo gibt es leichte Regelunterschiede und nach diesen Regelungen hatten wir unsere Kämpfe stets ausgetragen, so konnten wir sogar auf der Ebene des Leistungssports ziemlich faire Wettkämpfe austragen und so gleichzeitig inklusiv und gleichberechtigt Sport betreiben. Selbstverständlich geht es auch im Bereich des Breitensports, und die Art der Behinderung spielt auch keine Rolle, denn alles kann den vorliegenden Situationen entsprechend angepasst und dementsprechend umgesetzt werden. Wichtig ist nur die gemeinsame Sport-Aktivität. Natürlich ist all das oft so leicht dahingesagt, klar ist es auch, dass es sich hierbei um einen langen gesellschaftlichen Prozess handelt, welcher sich immer fortentwickeln muss, aber genau dafür um diesen Prozess anzupacken hat der Deutscher Olympischer Sportbund jetzt ein besonderes Projekt zum Start gebracht:


DOSB-Projekt: 

Sport-Inklusionsmanager/innen im gemeinnützigem Sport 

Leistungssport hier hauptsächlich Menschen mit Behinderungen an den Armbereichen, bspw. Amputationen, Fehlbildungen. Trotz der festgesetzten Regelungen des IPC ist es dennoch ziemlich vielfältig, da auch hier die unterschiedlichsten Formate und Graduierungen der Behinderungen vorliegen. Für alle mögliche Fragen „Leistungssport im Para-Taekwondo“ stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung und freue mich bereits sehr auf neue Sportler/innen im Hinblick auf die noch vielen bevorstehenden Paralympics.

Eure

Thekla Oetjends-Breitenfeld

Para-Taekwondo Beauftragte

 


Leistungssport - Para Taekwondo

 

 

 

 


Inkulsion – Para Taekwondo