Konzeption – Jugendleiterausbildung Taekwondo

Jugendleiter/in des DOSB

Die Jugendleiterausbildung ist in der Deutschen Taekwondo Union in zwei qualitative Ausbildungsebenen mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen unterteilt. Während bei der ersten Ausbildung zum Jugendleiter-B die  Zuständigkeit an die Sportjugend der Landesverbände delegiert ist, wird diese für die darauf aufbauende Qualifizierung zum Jugendleiter-A an die  Jugendorganisation des Bundesverbandes, die Deutschen Taekwondo Jugend, delegiert.

Jugendleiter/in „B“

Zulassung zur Ausbildung   

Für die Teilnahme an sämtlichen Ausbildungen der ersten Lizenzstufe gelten folgende Mindestvoraussetzungen für die Zulassung:
*Vollendetes 16. Lebensjahr
*Erste-Hilfe Nachweis – Gültigkeit 2 Jahre (16 UE)
*Mitgliedschaft in einem Verein (e.V.), der der Deutschen-Taekwondo-Union e.V. angehört.
Aktive Tätigkeit in der Jugendarbeit / Jugendverbandsarbeit (auf Vereinsebene)
Handlungsfelder und Ziele
Inhalt der Ausbildung sind die Grundlagen der Jugendarbeit und  sportbezogenen Jugendverbandsarbeit. Zentral ist hier die Vermittlung von organisatorischen / planerischen, pädagogischen, psychologischen und rechtlichen Themenkomplexen, welche eine erste qualifizierte Basis für den Umgang / die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie die Durchführung eigener freizeitpädagogischer Aktionen bilden. Ziel der Ausbildung ist, junge Menschen zu aktivieren, sie für ehrenamtliches Engagement in der Jugendverbandsarbeit zu gewinnen und hierfür zu qualifizieren Junge Menschen sollen mit dieser Ausbildung frühzeitig an eine Jugendarbeit / Jugendverbandsarbeit innerhalb der Sportstrukturen (Verein, Verband) herangeführt werden. Sie soll den Einstieg bereiten, um sich ehrenamtlich in den Gremien und Strukturen des organisierten Sports (wie den Jugendleitungen) zu engagieren und Betreuungsaufgaben bei Freizeiten qualifiziert wahrnehmen zu können.
Ausbildungsinhalte und Struktur
Die erste Lizenzstufe umfasst im Rahmen der Bestimmungen zur Ausstellung der bundeseinheitlichen „Jugendleitercard“ (JuLeiCa) eine 40  Unterrichtseinheiten (UE) umfassende Ausbildung. Die Ausbildungsinhalte entsprechen dabei den durch die obersten Landesjugendbehörden  beschlossenen bundeseinheitlichen Richtlinien für die JuLeiCa-Ausbildung mit der besonderen Spezifik Sport.
Jugendleiter/in „A“
Zulassung zur Ausbildung
Für die Teilnahme an sämtlichen Ausbildungen der zweiten Lizenzstufe gelten
folgende Mindestvoraussetzungen für die Zulassung:
* Vollendetes 18. Lebensjahr
* Erste-Hilfe Nachweis – Gültigkeit 2 Jahre (16 UE)
* Mitgliedschaft in einem Verein (e.V.), der der Deutschen-Taekwondo-Union e.V. angehört.
* Aktive Tätigkeit in der Jugendarbeit/Jugendverbandsarbeit (auf Vereins- und Landesebene)
* Besitz einer gültigen Trainer C/B/A Lizenz des DOSB (möglichst mit dem Profil: „Kinder und Jugendliche“)
* Inhaber einer gültigen Jugendleitercard (JuLeiCa) sowie mehrjähriger Praxiserfahrung
* Empfehlung und Anmeldung durch die jeweilige Sportjugend des Landesverbandes
Die Zulassung zur Ausbildung zum an obenstehende Voraussetzungen geknüpft und erfolgt durch die Deutsche Taekwondo Jugend.
Handlungsfelder und Ziele
Inhaltlich steht neben der Planung, Organisation und Durchführung von sportartübergreifenden und außersportlichen Aktivitäten für und mit Kindern und Jugendlichen, vor allem auch das Thema Vereins-/Verbandsaktivität und somit die Betreuung, Förderung, Beratung und Interessenvertretung
von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Die Vermittlung einer vielgestaltigen Jugendverbandsarbeit im Sport ist insgesamt zentrales Handlungsfeld. Dabei verfolgt die Ausbildung einen ganzheitlichen Ansatz, welcher gezielt die individuellen Ressourcen, wie persönliche, fachliche
und sozial-kommunikative Kompetenzen der Teilnehmer sichtbar macht und fördert.
Ziel der Ausbildung ist es, erfahrene Jugendleiter und Aktive der Vereins- und Landesverbandsebene weiter zu qualifizieren, damit sie leitende Funktionen in den Gremien und Strukturen des organisierten Sports – der Deutschen Taekwondo Jugend und ihren Untergliederungen, übernehmen können. Die
Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, selbst aktiv in den Gremien- und Verbandsstrukturen mitzuarbeiten, Leitungsfunktionen zu besetzen und in allen Fachbereichen der Jugendverbandsarbeit selbst konzeptionell, planerisch und durchführend tätig zu sein.

 

Ausbildungsinhalte und Struktur
Die zweite Stufe ist die 60 UE umfassende Qualifizierung zum „Jugendleiter-A“ auf Bundesebene Inhaltlich gliedert sich die Ausbildung zum Jugendleiter-A in zwei Abschnitte. Der erste umfasst die Inhalte, die mit der Trainerausbildung identisch sind. Der zweite Abschnitt umfasst die Inhalte, welche für die Jugendleiter-Ausbildung spezifisch sind und damit über die  Trainer-/Fachübungsleiter Ausbildung hinaus gehen. Die Angaben der Mindestmenge von Unterrichtseinheiten für die einzelnen Unterrichtsgebiete sind Richtzahlen, sie können nach Bedarf, insbesondere in Abhängigkeit mit der an der Ausbildung teilnehmenden Personengruppe variiert werden.

Folgende Bausteine bilden die Ausbildungskonzeption:
* Trainer-Grundausbildung 40 UE zielgruppenspezifische Ausbildungsinhalte 20 UE
* Jugendleiter-Spezialisierung 60 UE
Die Ausbildung gliedert sich in 3 Module

Modul I / 20 UE
Lernziel: Grundlagenwissen -> Selbsterfahrung, Sensibilisierung, Selbstreflexion
Behandelt werden folgende Themenbereiche:
Kennen lernen; Vorstellung der Qualifizierung; Referenten und Teilnehmer
Position und Verantwortung des Gruppenleiters (WER bin ICH?)
pädagogisch-psychologisches Grundlagenwissen
Kommunikation (Ebenen, Konfliktlösung, 4-Ohren-Modell, Eisberg-Modell …)
Methoden (Erwartungsabfrage, Metaplan)
Motivation (Prozesse) / Team(building) / Energizer
Gruppen und Zielgruppenunterschiede / Gruppendynamik
Ideensammlung für Block III (was, wann….)
Modul II / 20 UE
Lernziel:
Förderung Eigenverantwortlichkeit, Auseinandersetzung mit Themen, Präsentation der
Arbeitsergebnisse
Behandelt werden folgende Themenbereiche:
Erarbeitung rechtlicher Grundlagen (insbes. BGB, StGB, KJHG, JuSchG)
anhand von konkreten Fallbeispielen / Gruppenarbeit
Zusammentragen von Übungen / Spielen in verschiedenen Phasen
(Kennenlernen, Teamentwicklung, Auflockerung, Transfer, Abschluss)
Bedeutung von Bewegung, gesunder Lebensführung
Themenbearbeitung: Doping, Fairplay, Gender Mainstreaming / Diversity Management…
Auseinandersetzung mit Trends; Entwicklungen im Freizeit- / Breitensport
(Bewertung, Nutzungsmöglichkeiten)
Modul III / 20 UE
Lernziel: Förderung Eigenverantwortlichkeit, Auseinandersetzung mit Themen, Präsentation der Arbeitsergebnisse

Behandelt werden folgende Themenbereiche:
Präsentation der Arbeitsergebnisse
Grundsätze der Planung und Organisation sowie Vor-/Nachbereitung
Zielsetzung einer Veranstaltung
Erfahrungsaustausch zur Problemen; Fragen bei der Durchführung einer Veranstaltung;Vereins/Verbandssitzung
Planung einer Veranstaltung (Turnier, Sommerfest…siehe Modul II)
Simulation einer Vereins/Verbandssitzung